Viele Feste zum silbernen Kyffhäuserkreis-Jubiläum

Kyffhäuserkreis  Der Landkreis erinnert an seine Kreisgründung vor 25 Jahren mit Festwochen. Start ist an diesem Samstag mit einem Gottesdienst. Unter anderem ist ein Bürgerfest auf dem Kyffhäuser geplant.

Der Kyffhäuser mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal gibt dem Landkreis seit 25 Jahren seinen Namen. An das Jubiläum sind viele Brüche geknüpft. Auch daran soll in den nächsten zwei Wochen erinnert werden

Foto: Marco Kneise

Der Kyffhäuser und das Denkmal mit seiner wechselvollen Geschichte sind seit 25 Jahren Mittelpunkt und Namensgeber des Kyffhäuserkreises. Das Jubiläum ist der Kreisverwaltung ein zweiwöchiges Fest wert.

Dabei nimmt man auch gern Bezug auf den Beginn des neuen Landkreises. So habe es vor der ersten Kreistagssitzung am 14. Juli 1994 einen Gottesdienst gegeben, bevor die Mitglieder des gemeinsamen Kreistages der Landkreise Sondershausen und Artern im Gemeindesaal von Bendeleben zusammentraten. Nur wenige Kilometer weiter in der Unterkirche von Bad Frankenhausen werde deshalb die Auftaktveranstaltung zum Kreisjubiläum wieder ein Gottesdienst sein, erklärte Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD). Am morgigen Samstag um 10 Uhr wird der Gottesdienst unter dem Motto „zusammen()wachsen“ stehen. Ein Motto mit umfangreicher Bedeutung, wie die Landrätin erläutert. Neben der damit einhergehenden Aufforderung, an der die künstlich geschaffenen Gebilde immer gemessen werden, sei auch der Blick in die Zukunft gerichtet, so Antje Hochwind-Schneider. Nicht alles sei ohne Fehler gelaufen, nicht alles sei zusammengewachsen. Aber der Landkreis habe sich durchaus positiv entwickelt.

Die Autobahn sei vor 25 Jahren der größte Wunsch der Kreisbewohner gewesen, erinnert sich Verwaltungsleiter Heinz-Ulrich Thiele. Die sei zwar nicht wie geplant im Jahr 2000 befahrbar gewesen, aber sie ist es inzwischen. Auch die Arbeitslosigkeit, führt die Landrätin an, sei längst weit entfernt von der über Jahre üblichen Negativmeldung von 30 Prozent.

Dass Arbeit bei weitem nicht so viel einbringt wie in anderen Landkreisen, daraus macht man keinen Hehl. Dass die Menschen der Arbeit hinterher gezogen sind, dass die Bevölkerung im Landkreis inzwischen älter ist als im Durchschnitt. Dass es mehr Tote als Geburten gibt, gehört ebenfalls zur Realität.

Nichtsdestotrotz will man die Silberhochzeit der zwei Landkreise Sondershausen und Artern feiern, die sich am 1. Juli 1994 vermählten. Dem offiziellen Auftakt folgen zwei Bürgerfeste. Eines ist am 22. Juni geplant mit dem jährlichen Bürgerfest am Unstrut-Werra-Radweg, der 2016 eröffnet wurde und auf dem seine Bürger den Landkreis seitdem auf ganzer Länge durchqueren können. Eine Woche später wird zum Kyffhäuser-Denkmal eingeladen. Am Wahrzeichen wird ein großes Bürgerfest organisiert. Mit Kinderprogramm, Musik und Höhenfeuerwerk soll bis Mitternacht gefeiert werden.

Damit soll es in den kommenden Wochen aber nicht getan sein. Im Vorfeld waren Vereine, Verbände und Gemeinden des Landkreises aufgerufen, zu zeigen, wie vielfältig der Kreis ist. Die Festwochen bieten daher mehr als 40 Veranstaltungen von Holzthaleben bis Oberhelrungen, die sich besuchen lassen. Sie sollen zeigen, was den Landkreis ausmacht, und zwar seine Bewohner, erläutert die Landrätin die Idee.

Die Vereine von der freiwilligen Feuerwehr bis zum Schwimmbadverein zeigen, was sie machen, und die Bewohner des Landkreises lernen sich und ihre Heimat besser kennen. Neben 38 Veranstaltungen im gedruckten Programmheft zum Fest gibt es weitere Veranstaltungstipps auf der Internetseite des Landkreises zu finden.

Gedanken um ihre Heimat haben sich auch die gemacht, die die beiden alten Kreise gar nicht mehr kennen, die Schüler. Die haben sich ebenfalls mit dem Thema Kyffhäuserkreis befasst und neben Oden auch ein Quiz erfunden und ein Video gedreht und Bilder gemalt. Die besten Schülerprojekte werden am 28. Juni prämiert, bevor am 30. Juni die Festwochen mit einem Gottesdienst enden.

Stich-Wort

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