Saalfeld-Rudolstadt: Sturm sorgt für Ausfall von Zügen, Strom und Veranstaltungen

Saalfeld/Rudolstadt  Mitten im Berufsverkehr wirbelte „Friederike“ die Pläne durcheinander. Minister Tiefensee musste Kaminabend auf gesperrtem Greifenstein absagen.

Wegen Sturm „Friederike“: Vollständiger Zugausfall am Bahnhof Saalfeld. Viele Pendler strandeten auf dem Bahnhof.

Wegen Sturm „Friederike“: Vollständiger Zugausfall am Bahnhof Saalfeld. Viele Pendler strandeten auf dem Bahnhof.

Foto: Guido Berg

Sturmtief „Friedricke“ sorgte auch im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt am Donnerstag für einige Aufregung. Pendler kamen wegen des lahmgelegten Zugverkehrs nicht mehr nach Hause, in mehreren Orten fiel der Strom aus und diverse Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) wollte sich eigentlich am Abend im Jagdzimmer der Burg Greifenstein einfinden, um mit gastgewerblichen Unternehmern und kommunalen Mandatsträgern aus dem Schwarzatal über die Erweiterung des Rennsteig-Tickets auf die Region und das Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ zu reden. Um die Mittagszeit sagte das Ministerium den Kaminabend ab. Grund: Die Burg wurde wegen der Sturmwarnung gesperrt. Dasselbe betraf auch den Park von Schloss Kochberg, der auch noch am Freitag geschlossen bleibt, und weitere Ausflugsziele.

Gut 80 Einsatzstellen in den beiden Landkreisen

Gut 80 Einsatzstellen in den Kreisen Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla meldete die Leitstelle Saalfeld am Donnerstag gegen 17.30 Uhr. Vor allem handelte es sich um umgestürzte Bäume und zerstörte Stromleitungen. Eine Person wurde bei Grumbach im SOK durch einen Baum verletzt.

„Ärgerlich war, dass der Sturm genau im Berufsverkehr am stärksten gewesen ist“, sagte Christian Spindler, Vize-Chef der Saalfelder Leitstelle. Am späten Nachmittag ließen die Windstärken jedoch wieder etwas nach.

Räumliche Schwerpunkte im hiesigen Landkreis waren die Region Königsee-Rottenbach und die Höhenlagen um Maura und Oberweißbach. Straßensperrungen drohten im Bereich Landsendorf sowie zwischen Allendorf und Schwarzburg.

Der Zugverkehr war zunächst auf einzelnen Streckabschnitten ab dem Nachmittag komplett lahmgelegt. Es gab auch keinen Schienenersatzverkehr.

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