Zagkwitzer Straßen von Schlamm bedeckt

Schmölln  Beide Schmöllner Bahnunterführungen stehen am Sonntagabend komplett unter Wasser – ein Auto wird zum Boot

Durch den Starkregen am Sonntagabend wurde vom Feld Schlamm auf Zagkwitzer ­Straßen gespült.

Foto: Katja Grieser

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Es war nicht das erste Mal, dass die Zagkwitzer Schlamm von ihren Straßen schaufeln mussten: Beim Starkregen am Sonntag kurz vor 21 Uhr spülte das Wasser die Erde von den Feldern in den Ort. „Das liegt daran, dass keiner mehr die Straßengräben sauber macht“, schimpft gestern Vormittag eine Anwohnerin. Am meisten ärgert sie sich darüber, dass den Zagkwitzern nach dem Unglück beim Putzen nicht geholfen wurde. „Immer das Gleiche“, sagt sie.

Die Schmöllner Feuerwehrleute waren am Sonntag in Zagk­witz. „Wir waren kurz draußen und wollten wissen, ob unsere Hilfe gebraucht wird. Aber die Anwohner hatten sich schon gekümmert“, erzählt Stadtbrandmeister Mirko Kolz auf Nachfrage. Die Einsätzkräfte hatten dennoch alle Hände voll zu tun. Beide Bahnunterführungen in Schmölln standen komplett unter Wasser. Wie die Polizei mitteilt, bemerkte das ein Mercedes-Fahrer wohl zu spät und fuhr ins Wasser. Der Wagen des 50-Jährigen blieb stecken. Der Mann konnte sich unverletzt aus dem Auto, das schließlich auf dem Wasser schwamm, befreien.

Auch in Nöbdenitz hat das Unwetter gewütet, so an der erst im vorigen Jahr sanierten Straße am Raudenitzer Berg. Schäden habe es unter anderem am Fußweg gegeben, so Kolz. Die Feuerwehrleute mussten zahlreiche Keller auspumpen, in Schmölln waren am schlimmsten die Lohsen- und die Heimstättenstraße betroffen.

Einige Äste und auch Bäume haben dem Unwetter nicht standgehalten, berichtet der Stadtbrandmeister weiter.

Mirko Kolz war am Sonntagabend mit 30 Schmöllner Einsatzkräften vor Ort, um zu helfen. Hinzu kamen noch die Feuerwehrleute aus den Ortsteilen. So waren etwa die Wehren aus Altkirchen, Untschen, Großstöbnitz, Schloßig und Zschernitzsch im Einsatz. Das Altkirchener Gerätehaus hat am Sonntag etwas abbekommen, wie der Stadtbrandmeister sagt. Wasser und Schlamm machten eben auch vor dem Gebäude der Helfer nicht Halt.

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