Erfurt. Das Fraunhofer IOF Institut in Jena ist derzeit mit mehreren Projekten im Weltraum vertreten.

Aus dem Weltraum die Temperatur des Erdbodens messen und damit die notwendige Bewässerung regeln – für dieses Projekt wurde jetzt ein Forscherteam ausgezeichnet, zu dem auch Henrik von Lukowicz vom Fraunhofer Institut IOF in Jena gehört. Das Team erhielt den mit 50.000 Euro dotierten Preis „Technik für den Menschen und seine Umwelt“ der Fraunhofer-Gesellschaft. Mittels einer Infrarotkamera misst die neue Satellitentechnologie die Temperatur des Blätterdachs oder der Vegetationsoberfläche direkt. Aus den Daten lässt sich auf den Bewässerungszustand der Pflanzen schließen: Fehlt den Pflanzen Wasser, verdunstet weniger über ihre Blätter – die Temperatur steigt. Die Wärme an bestimmten Stellen des Ackers zeigt daher, wo Bewässerung nötig ist und wo nicht. Die Technologie wurde bereits auf der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich erprobt. Künftig sollen 16 Kleinsatelliten alle 24 Stunden die Temperatur der Landoberfläche überall auf der Erde präzise messen. So kann vom Weltraum aus die optimale Bewässerung von Feldern unterstützt werden.