Bad Sulza arbeitet an mehr Parkraum: Pläne für Alte Schmiede

Bad Sulza.  Planungsbüro legt Entwürfe für Parkplatz auf Gelände der Alten Schmiede in Bad Sulza vor. Fortschritte am Parkplatz Wehrwiese.

Amtsleiter Jörg Hammer erläutert Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze erste Pläne für die Errichtung des Parkplatzes auf dem Gelände der Alten Schmiede in Bad Sulza.

Amtsleiter Jörg Hammer erläutert Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze erste Pläne für die Errichtung des Parkplatzes auf dem Gelände der Alten Schmiede in Bad Sulza.

Foto: Martin Kappel

Für große Freude im Rathaus von Bad Sulza sorgten unlängst einige 3D-Animationen und Unterlagen. So hatte das beauftragte Planungsbüro mehrere Varianten aufgezeigt, wie die unansehnliche Brachfläche auf dem Gelände der Alten Schmiede in Parkraum umgewandelt werden könnte. Ein Vorschlag kam dabei den Vorstellungen des Amtsleiters Jörg Hammer besonders nahe, der mit dem Bau eine Aufwertung des umgebenden Areals verbinden möchte.

Das Grundproblem mit der Grundstücksfrage gilt mittlerweile als gelöst. Hieß es im letzten Zeitungsbericht noch, dass die Einigung auf einem gutem Weg sei, konkretisierte Amtsleiter Jörg Hammer nun auf Anfrage, dass diese auch erzielt worden ist. Der Stadtrat hatte den Kauf beschlossen und nach jahrelangen Sondierungen wechsele das Grundstück nun „zu einem realistischen Preis“ den Besitzer – der dadurch eine Sorge weniger haben könnte. Denn durch die Kirchennähe und den Denkmalschutzstatus wäre ein Gebäude dort ohnehin nur unter vielen Auflagen zu errichten.

Parkplatz nicht für unter 100.000 Euro machbar

Zwei vielversprechende Entwürfe für Parkraum und angrenzende Bereiche hat das Büro Otto für Architektur und Landschaftsarchitektur aus Jena nun vorgelegt. Sie sollen in Kürze dem Ortschaftsrat von Bad Sulza vorgestellt werden. Dieser hat das letzte Wort über das Vorhaben, das Teil des neuen Parkraumkonzeptes der Kurstadt ist.

Einige Eckpunkte verriet Jörg Hammer bereits dieser Zeitung. So wird das Gesamtvorhaben nicht unter 100.000 Euro zu realisieren sein. Je nachdem, ob gleichzeitig die Bushaltestelle aus der Kirchstraße umverlegt werde, könnten die Kosten noch steigen.

Varianten spielen mit Toskana des Ostens und Wein

Nach den Plänen entstehen zwischen 16 und 19 Parkplätzen. Bei der Variante mit dem Thema „Toskana des Ostens“ werden die Stellflächen mit Säuleneichen eingegrenzt, was für ein mediterranes Erscheinungsbild sorgen könnte.

Bei der Variante mit dem Thema „Wein“, werden die Parkplätze mit einer durchgängigen Pergola eingegrenzt, die in einem Laubengang durchschritten werden kann. In der Vegetationsphase könnten die abgestellten Fahrzeuge also hinter einer dichten Blätterwand verschwinden. „Bei einem Weinfest könnte das Areal auch in eine Partylocation umgewidmet werden“, malt es sich Jörg Hammer schon in seiner Phantasie aus.

Beiden Plänen gemein ist, dass die alten Betonmauern verschwinden und durch Bruchsteinmauern, wie sie unter der Kirche zu finden sind, ersetzt werden sollen. Außerdem sollen Sitzbänke im unteren Bereich angelegt werden, soll die Treppenanlage erneuert werden und sollen auch oberhalb der Schmiede eine Bankgruppe um die Linde entstehen.