Bundesverband zu Awo-Affäre: Kodex strikt anwenden

Erfurt/Berlin.  In der Affäre um Spitzengehälter bei der Thüringer Awo hat sich jetzt der Bundesverband geäußert. Er unterstützt eine Überprüfung der Managergehälter.

Wolfgang Stadler (rechts) ist Vorstandsvorsitzender des Awo-Bundesverbands. Hier sitzt er bei einer Pressekonferenz im Dezember 2019 neben dem Präsidenten der Arbeiterwohlfahrt, Wilhelm Schmidt.

Wolfgang Stadler (rechts) ist Vorstandsvorsitzender des Awo-Bundesverbands. Hier sitzt er bei einer Pressekonferenz im Dezember 2019 neben dem Präsidenten der Arbeiterwohlfahrt, Wilhelm Schmidt.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

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Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) begrüßt die Ankündigung des Thüringer Awo-Landesverbandes, „eine Prüfung nach dem Prinzip rückhaltloser Aufklärung durchzuführen, um den 2017 verabschiedeten Awo-Governance-Kodex anzuwenden“. Auf Anfrage teilt Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes, mit, dass bei der Thüringer Awo-Tochter AJS bereits 2016 und 2017 die Trennung von Aufsicht und Führung geprüft worden sei, um Interessenkonflikte auszuschließen. Auch das Gehalt von Führungskräften sei dabei Thema gewesen.

Dabei sei festgestellt worden, dass einige zu diesem Zeitpunkt bestehende Verträge vor Inkrafttreten der verbindlichen Richtlinie abgeschlossen worden waren, sie allerdings keine lange Laufzeit mehr hatten. „Daher griff in diesen Fällen eine im Awo-Governance-Kodex vorgesehene Übergangsregel“, betont Stadler, ohne näher darauf einzugehen, ob sich die Gehälter im Rahmen dessen bewegten, was in einem Sozialverband üblich ist. Bei neu abzuschließenden Verträgen müsse der Kodex strikt angewandt werden. Stadler geht daher davon aus, „dass bei der Vertragsverlängerung des Geschäftsführers (des Chefs des Awo-Tochter AJS – die Redaktion) kodexkonform eingruppiert wurde“. Sollte dies nicht der Fall sein, „bedarf es Korrekturen“.

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