Eisenbrand und Hoppe verlassen überraschend Freie Wähler

Apolda/Weimarer Land.  Rüdiger Eisenbrand und Wolfgang Hoppe geben am Montag Wechsel von der Kreistagsfraktion der Freien Wähler zur CDU bekannt.

Rüdiger Eisenbrand (rechts), hier in der Kreisausschusssitzung am Montag im Landratsamt, verlässt die Kreistagsfraktion der Freien Wähler des Weimarer Landes und wechselt zur CDU-Fraktion.

Rüdiger Eisenbrand (rechts), hier in der Kreisausschusssitzung am Montag im Landratsamt, verlässt die Kreistagsfraktion der Freien Wähler des Weimarer Landes und wechselt zur CDU-Fraktion.

Foto: Martin Kappel

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Ein kleines politisches Beben hat am Montagmorgen die Kreispolitik des Weimarer Landes erschüttert. Für viele Beteiligte überraschend haben Rüdiger Eisenbrand und Wolfgang Hoppe ihren Austritt aus der Fraktion der Freien Wähler des Kreistags bekannt gegeben – sie wechseln zur CDU-Fraktion. Zur Sitzung des Kreisausschusses am Montagnachmittag wurden die Anwesenden zwar über die zahlenmäßige Änderung der Fraktionsstärken informiert, jedoch noch nicht über die zugehörigen Namen der beiden Politiker.

Aus gut informierten Kreisen erhielt diese Zeitung jedoch einen entsprechenden Tipp, um wen es sich handele. „Ja, wir treten bei den Freien Wählern aus“, erklärte Rüdiger Eisenbrand auf Nachfrage. Der Politiker sei zwar ein Freier Wähler „mit Leib und Seele“, jedoch habe es unüberwindbare Hindernisse bei der Fraktionsarbeit gegeben.

Persönliche Gründe und veränderte politische Ziele als Grund für Wechsel zur CDU

Schmutzige Wäsche wolle er nicht waschen. So nennt Rüdiger Eisenbrand lediglich „persönliche Gründe“ als einen der Hintergründe, die ihm zum Wechsel zur CDU-Fraktion bewogen haben. Doch auch die politischen Ziele der Kreistagsfraktion hätten nicht mehr mit seinen eigenen übereingestimmt. Die beiden Gründe sollen laut Eisenbrand auch seinen Kollegen Wolfgang Hoppe zum Austritt veranlasst haben. Für Rückfragen war dieser jedoch nicht erreichbar, da er gerade seiner Tätigkeit als Bundestrainer nachgeht.

So war zumindest von Rüdiger Eisenbrand noch zu erfahren, dass er auch aus der Partei austrete. Ein CDU-Parteibuch wolle er jedoch nicht erwerben und verwies auf eine funktionierende Allianz aus Freien Wählern und der Stadtrats-CDU in Apolda, bei der auch nicht jeder ein Parteibuch habe.

Fraktionschef der Freien Wähler von Eisenbrand und Hoppe „menschlich enttäuscht“

Doch auch wenn es laut Rüdiger Eisenbrand „sehr lange Gespräche“ im Vorfeld gegeben haben soll, seien für Falk Zipfel, den Kreistagsfraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, die beiden Austritte höchst überraschend gekommen. Erst am Montagmorgen habe er eine entsprechende Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Whatsapp erhalten. Das habe ihm die Chance genommen, mit beiden in Ruhe darüber zu sprechen. „Ich bin menschlich enttäuscht von dem Vorgehen Eisenbrands und Hoppes“, so der Fraktionschef.

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