Bundespolizei geht in Thüringen gegen Scheinehen vor – Über 500 Beamte bei Razzien im Einsatz

Leipzig/Altenburg  In vier Bundesländern ist die Bundespolizei am Mittwochmorgen gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen – auch in Thüringen.

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Foto: Sascha Fromm

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Mit rund 550 Beamten ist die Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig in vier Bundesländern am Mittwochmorgen gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen.

Schwerpunkt der Razzien sei der Großraum Leipzig, sagte ein Sprecher der Behörde in Leipzig. Insgesamt seien in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern 39 Objekte im Visier. 30 davon befinden sich in und um Leipzig. Weitere Durchsuchungen fanden in Altenburg (Thüringen), Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz), Günzburg (Bayern), Neufahrn b. Freising (Bayern) und Pfeffenhausen (Bayern) statt. Den Angaben zufolge laufen die Verfahren gegen mehr als 60 Beschuldigte. 28 Personen wurden vorläufig festgenommen, drei davon in Altenburg.

Die hauptsächlich pakistanischen oder indischen Staatsangehörigen sollen nach Osteuropa und Zypern eingereist und dort mit Frauen verheiratet worden sein, um anschließend als Ehepartner in Deutschland eine EU-Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dabei seien auch Arbeits- und Meldebescheinigungen gefälscht worden.

Zwischen 15.000 und 22.000 Euro sollen für die Vermittlungen geflossen sein, so der Polizeisprecher. Demnach haben die Ermittler vor allem zwei Hauptbeschuldigte im Visier. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig laufen seit 2017. Erste Hinweise habe es aus dem Ausland gegeben. Deswegen arbeitete die Bundespolizei in diesem Fall auch mit Europol zusammen.

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