Schmölln. Tauch ein ins Vergnügen im Altenburger Land: Stundenschwimmen mit den Schmöllner Seeteufeln!

  • Auf Rekordjagd im Sport- und Freizeitbad Tatami.
  • Familien und Sportler schwimmen für gute Vorsätze.
  • Schwimmverein feiert Gemeinschaft und sportliche Ziele.

Zum Neujahrs-Stunden-Schwimmen hatten die Mitglieder des Schmöllner Schwimmvereins Seeteufel am Sonnabend, 27. Januar, ins beliebte Hallenbad Tatami eingeladen. Kommen konnte jeder. Einzige Voraussetzung: man musste schwimmen können.

Alle Stilarten möglich auf der 25-Meter-Bahn

Von 9 bis 14 Uhr konnten die Teilnehmer auf der 25-Meter-Bahn in allen Stilarten unterwegs sein. Die vorherrschende Schwimmart war das Brustschwimmen. Aber einige bevorzugten auch die Rückenlage. Andere kraulten ein paar Bahnen. Selbstverständlich konnte man die Stilarten auch zwischendurch wechseln oder Pausen einlegen.

Am Beckenrand saßen all jene, die die Bahnen eifrig zählten und auf den Zetteln ankreuzten.
Am Beckenrand saßen all jene, die die Bahnen eifrig zählten und auf den Zetteln ankreuzten. © Ulrike Grötsch | Ulrike Grötsch

Am Beckenrand saßen, hochkonzentriert, Vereinsmitglieder und Eltern und hatten die Schwimmer fest im Blick. Sie kreuzten auf den Teilnehmer- oder Zählkarten die Bahnen an, die die Sportfreunde im Laufe der Zeit schwammen. Jung und Alt tummelten sich im Wasser. Obwohl das Becken voller Schwimmer war, ging es ruhig zu. Die Kinder schwammen fast so sittsam wie die Senioren, man nahm gegenseitig Rücksicht.

Kein Wettkampfcharakter - höchstens gegen sich selbst

Wenngleich akribisch gezählt wurde, war es kein Wettkampf, höchstens gegen sich selbst, noch ein paar Meter mehr zu schwimmen als vielleicht im vergangenen Jahr. Dennoch schreiben die Vereinsmitglieder schon ein paar Daten für ihre Statistik auf. Deshalb konnte Danny Pippig, stellvertretender Vereinsvorsitzender, auch berichten, dass es in diesem Jahr die zweithöchste Teilnehmerzahl war. Nur 2015 hatte man mit 100 Personen mehr gezählt.

50 Erwachsene und 46 Kinder waren am Sonnabend zum Schwimmen gekommen. Ein Streckenrekord wurde nicht aufgestellt. Den hält Marco Schulz mit 14,7 Kilometern. Zur Egalisierung fehlten ihm in diesem Jahr 500 Meter. Er bringt stets Frau und Tochter mit, die ihm nacheifern. Tochter Emma, 2006 geboren, schaffte sehr beachtliche 8,2 Kilometer.

Die älteste Teilnehmerin schwimmt sechs Kilometer

Diese Veranstaltung ist vor allem auch bei Familien sehr beliebt, so Danny Pippig und er schloss nicht aus, dass es innerhalb der Familien dann doch schon einen gewissen Wettkampfcharakter haben könnte. Nämlich, wer die meisten Bahnen schafft.

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Älteste Teilnehmerin war Monika Baumann, Jahrgang 1944 und Stammgast. Sie schaffte stolze sechs Kilometer. Bei den Männern war es Matthias Hergt, sechs Jahre jünger als die älteste Teilnehmerin. Er begnügte sich mit einem Kilometer. Wie gesagt, es ging um die Freude am Schwimmen, um Bewegung und gute Vorsätze im neuen Jahr.

Die Mädels der Schwimmteufel glänzen

Besonders stolz war Danny Pippig auf die Mädels seines Vereins. Die 12- und 13-jährigen Merit Zündler, Lina Dietl und Leni Eichhorn glänzten mit jeweils sechs Kilometern. Die jüngste im Verein, Soice Klaus, schaffte mit ihren knapp sechs Jahren 1250 Meter. Der Jüngste, Karl Bartels, 2018 geboren, schwamm immerhin 20 Bahnen, also 500 Meter. Auch das noch 17-jährige Vereinsmitglied Theo Zels wartete mit 8250 Metern als Zweitbester bei den Männern auf.

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Katrin Müller, die Vorsitzende, nutzte die Gelegenheit und drehte eifrig ihre Runden. Auch sie war vollends zufrieden mit dem Tag. Vom Schmöllner Judoverein waren ebenfalls etliche Mitglieder mitgeschwommen. Sie nehmen regelmäßig am Stundenschwimmen teil. Für jeden Teilnehmer gab es am Ende, egal ob 100 Meter oder mehrere Kilometer geschwommen, eine Urkunde.

Gabriela Torreck und Nicole Schmidt haben mit der Verköstigung allerhand zu tun. 
Gabriela Torreck und Nicole Schmidt haben mit der Verköstigung allerhand zu tun.  © Ulrike Grötsch | Ulrike Grötsch

Ohne fleißige Helfer undenkbar

Eine schöne Veranstaltung, die auch etliche Nichtmitglieder anlockte, und die ohne die vielen fleißigen Helfer undenkbar wäre. Obstspieße, Kuchen, von Eltern gebacken, Wiener und noch so einiges mehr nahmen die Schwimmer zur Stärkung im Eingangsbereich des Tatami zu sich. Das Engagement der vielen Freiwilligen war genau so groß wie das im Becken. Und das alles wäre ohne die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und Verantwortlichen des Tatamis nicht möglich, die, wie Danny Pippig sagte, „uns kräftig unterstützen und uns das Tatami auch diesen Vormittag für unsere Veranstaltung dankenswerterweise zur Verfügung stellten“.