Per Haftbefehl gesucht, überladener Transport - Polizei kontrolliert auf A9

Schleifreisen.  Zehn Buß- und sechs Verwarngelder verhängte die Polizei bei einer Großkontrolle an der A9. Ins Netz ging ihr unter anderem ein per Haftbefehl Gesuchter.

Ein Polizist im Rahmen eines Kontrolleinsatzes. Auf dem Parkplatz Kuhberg (A9) stellten die Beamten jetzt zahlreiche Verstöße fest.

Ein Polizist im Rahmen eines Kontrolleinsatzes. Auf dem Parkplatz Kuhberg (A9) stellten die Beamten jetzt zahlreiche Verstöße fest.

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Bei einer Großkontrolle am Parkplatz Kuhberg (A9) ist der Polizei in dieser Woche ein per Haftbefehl Gesuchter ins Netz gegangen. Wie eine Sprecherin der Autobahnpolizeiinspektion auf Anfrage mitteilte, lag gegen den 45-jährigen Transporter-Fahrer ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Halle vor, weil er eine Strafe aus einem Bußgeldverfahren nicht bezahlt hatte. Um die Erzwingungshaft abzuwenden, beglich er bei der Kontrolle die Geldforderung in Höhe von 165 Euro und durfte anschließend seine Fahrt fortsetzen.

Ins Netz ging den Beamten aber auch ein völlig überladener Kühltransport. Dieser war für ein Gesamtgewicht von dreieinhalb Tonnen zugelassen, brachte aber fast das Doppelte, nämlich 5,9 Tonnen, auf die Waage. Das wurde mit 235 Euro Bußgeld geahndet. Doch auch mit der Ladungssicherung konnte die Polizei nicht einverstanden sein: Der Lieferant hatte die tiefgefrorenen Dönerspieße, die er transportierte, einfach in die Kühlzelle geworfen, die Ladung aber nicht gesichert. Dafür wurde dem Fahrer ein weiteres Bußgeld auferlegt. Weiterfahren durfte er erst, als ein Teil seiner Ladung auf ein anderes Fahrzeug verladen worden war.

Insgesamt kontrollierten die Beamten in Fahrtrichtung München 95 Fahrzeuge - hauptsächlich Pkw und Kleintransporter - sowie 153 Fahrzeuginsassen. Dabei stellten sie zahlreiche Verstöße fest, die in ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mündeten. Zehn Betroffene, darunter der Fahrer des Kühltransports, müssen ein Bußgeld zahlen, sechs ein Verwarngeld. Fünf ausländische Fahrer, bei denen Verstöße festgestellt wurden, musste eine Sicherheitsleistung zur Sicherung von Verfahrenskosten hinterlegen. Sieben Fahrer erhielten eine schriftliche Aufforderung, Fahrzeugmängel wie defekte Beleuchtungen oder abgefahrene Reifen zu beheben oder Dokumente nachzuweisen, die sie bei der Kontrolle nicht vorlegen konnten. Festgestellt wurden ferner unter anderem abgelaufene Hauptuntersuchungen.

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