Klatsch

Gesammelt und aufgespießt

Was sonst in dieser unerwähnt geblieben wäre.

Ernst-Abbe-Stiftung-Geschäftsführer Rolf-Ferdinand Schmalbrock.

Ernst-Abbe-Stiftung-Geschäftsführer Rolf-Ferdinand Schmalbrock.

Foto: Thomas Stridde

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Was sonst in dieser Woche unerwähnt geblieben wäre.

Der Unerreichbare

Es ist ein seltsamer Widerspruch: Trifft man als Presse-Mensch den Chef der Ernst-Abbe-Stiftung Rolf F. Schmalbrock, so ergeben sich stets freundliche Gespräche. Ihn aber telefonisch zu erreichen, scheint schier unmöglich. Ein Kollege versuchte am Montag, Schmalbrock anzutelefonieren. In seinem Sekretariat hieß es, Schmalbrock rufe am Dienstag zurück. Und dann am Dienstag: nix. Klar, wir wissen, dass die Stiftung zu den gewichtigsten Immobilien-Eigentümern der Stadt gehört und Vorzeige-Einrichtungen wie das Planetarium, das Optische Museum und das Volkshaus unter ihren Fittichen hat. Nur hatten Leute aus unserem Team bereits ähnliche Erfahrungen wie der Kollege. Wir hoffen, dass Schmalbrocks Verhandlungs- und Geschäftspartner leichter als wir einen Draht zu ihm finden. Nachdenklich stimmt uns aber, dass zum Beispiel Jenas Oberbürgermeister eindeutig besserer zu erwischen ist.

Selbst gekauft?

Das ist wirklich schön. Albert Weiler, CDU-Bundestagsabgeordneter für Ostthüringen, hat, wie er uns per Elektropost mitteilt, die „Kleinen Europäer“ in der staatlichen Grundschule Milda „beschenkt“ mit Weihnachtskalendern des Bundestags. Er sei der Meinung, dass Grundzüge von Politik und Gesellschaft, kindgerecht aufgearbeitet, auch schon in den Grundschulen vermittelt werden können und sollten. Unklar bleibt für uns, ob Weiler die Kalender im Bundestag kaufen musste. – Oder ob diese Materialien frei verfügbar waren. Dann wäre das „beschenkt“ freilich nicht ganz korrekt und ähnlich einzuordnen wie die Gönner-Geste, mit der Politiker gern Lottomittel wie ein Geschenk an Vereine und Initiativen überreichen. Gelder, die aus den Portemonnaies von Otto-Normal-Verlierern des Lottospiels stammen.

Bitte zusammen!

Die Erwiderung ist programmiert: Wer im Glashaus sitzt, ...! In der Zeitung habt Ihr doch selbst lauter Fehler. – Und doch sei es gesagt: Auf den Losen der alljährlichen Weihnachtsmarkt-Tombola prangt ein ärgerlicher Rechtschreibfehler. Da heißt es in Gedanken an die nutznießenden Sozialeinrichtungen der Tombola „Danke für’s Helfen“. „Fürs“ wird selbstverständlich ohne das Apostroph und zusammengeschrieben. Wo kämen wir hin, wenn alle Fehlermacher vom Fehlerbenennen ausgeschlossen würden?

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