Filmprojekt

Schön und gefährdet: Den Wildkatzen bei Jena auf der Spur

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Bis heute gilt die Wildkatze  in Thüringen als stark gefährdet. Erkenntnisse über Wildkatzenvorkommen im Mittleren Saaletal und erste Nachweise in den Waldgebieten bei Jena gelangen durch die Arbeit des Nabu und die Auswertung von Totfunden durch das Phyletische Museum Jena.

Bis heute gilt die Wildkatze in Thüringen als stark gefährdet. Erkenntnisse über Wildkatzenvorkommen im Mittleren Saaletal und erste Nachweise in den Waldgebieten bei Jena gelangen durch die Arbeit des Nabu und die Auswertung von Totfunden durch das Phyletische Museum Jena.

Foto: Norman Meißner

Jena.  Neue Erkenntnisse über Vorkommen und Lebensweise der Tiere soll ein gefördertes Filmprojekt des Naturfilmers und Ökologen David Cebulla liefern.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Wildkatze in Deutschland fast völlig ausgerottet. In Europa kommt Felis silvestris nur noch in kleinen isolierten Restbeständen vor. Bis heute gilt sie in Thüringen als stark gefährdet. Erkenntnisse über Wildkatzenvorkommen im Mittleren Saaletal und erste Nachweise in den Waldgebieten bei Jena gelangen durch die Arbeit des Nabu und die Auswertung von Totfunden durch das Phyletische Museum Jena. Neue Erkenntnisse über Vorkommen und Lebensweise der Wildkatze in der Region um Jena soll nun ein gefördertes Filmprojekt des Thüringer Naturfilmers und Ökologen David Cebulla liefern.

David Cebulla behandelt in seinen Filmproduktionen regionale Naturthemen und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zu Naturschutz und Umweltbildung. Sein aktuelles Filmprojekt „Die Rückkehr der Wildkatze“, mit dem Co-Produzenten Filmfabrik Weimar, wird von der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Umweltministerium gefördert. Fachliche Unterstützung erhält Cebulla dabei durch Silvester Tamás vom Nabu. Das Filmprojekt entstand in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Nabu Saale-Holzland-Kreis.

„Die Rückkehr der Wildkatze“ erscheint Anfang 2020

Das gezielte Wildkatzen-Monitoring führte David Cebulla im Anschluss für sein Filmprojekt fort. So konnte der Ökologe den Nachweis der Art an einem neuen Standort nordöstlich von Jena sowie an einem zweiten Standort westlich von Jena erbringen. Die sonst sehr scheuen Tiere konnte er dabei bereits in mehreren hochwertigen und beeindruckenden Filmaufnahmen dokumentieren. Letztlich zu sehen sein werden diese äußerst beeindruckenden Bilder in der Dokumentation „Die Rückkehr der Wildkatze“, die Anfang 2020 erscheinen wird.

Cineastisch erzählt David Cebulla von seiner Suche nach einer der wohl seltensten und schönsten, aber ebenso gefährdeten Wildtierart Deutschlands. Im Laufe eines knappen Jahres zeichnete Cebulla mehr als zehn Beobachtungen von Wildkatzen im Weimarer Land und im Raum um Jena auf. Das Projekt läuft noch bis voraussichtlich Ende 2019. Eine Weiterführung der Wildtierbeobachtungen im nächsten Jahr wird angestrebt.

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