Science City Jena auch von Phoenix Hagen nicht zu stoppen

Die Thüringer Zweitliga-Basketballer gewinnen in Nordrhein-Westfalen souverän mit 96:75. Bruder-Duell zwischen Robin und Jannik Lodders

Jenas Robin Lodders traf gegen Hagen auf seinen Bruder Jannik.

Jenas Robin Lodders traf gegen Hagen auf seinen Bruder Jannik.

Foto: Holger Zaumsegel

Hagen. Mit einem 96:75 bei Phoenix Hagen hat Science City Jena seine Siegesserie in der 2. Basketball-Bundesliga ProA weiter ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Frank Menz konnte am Samstagabend damit den vierten Ligasieg in Folge verbuchen und festigte ihren zweiten Platz in der Tabelle.

Dabei musste Science City auf Dennis Nawrocki verzichten. Der Kapitän hatte sich am Sonnabend vor einer Woche beim 107:79-Erfolg gegen Ehingen in den Schlussminuten einen Handbruch zugezogen. Allerdings hatte auch das Team aus Nordrhein-Westfalen mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Mit dabei bei Hagen war allerdings Jannik Lodders, so dass es zum Bruder-Duell mit seinem jüngeren Bruder Robin kam, der für Jena spielt. Weil Letzterer aber von Beginn an spielte, während sein Bruder Jannik Lodders zunächst auf der Bank saß, dauerte es eine Weile bis zum ersten Familientreffen auf dem Parkett.

Die Gastgeber jedenfalls erwischten den besseren Start, führten, bis der Tabellenzweite aus Thüringen auch in der Defensive zu seinem Spiel fand. Am Ende des ersten Viertels lag das Menz-Team mit 25:19 vorn und wurde damit seiner Favoritenrolle gegen den Zwölften gerecht. Bis zur Halbzeitpause baute Science City den Vorsprung kontinuierlich aus, ging mit einem komfortablem 57:33 ins dritte Viertel. Auch im Bruder-Duell hatte der Mann aus Jena die Nase vorn: Robin Lodders steuerte drei Punkte bei, während Jannik bis dato gar keine Zähler für sich verbuchen konnte. Überragender Mann der ersten 20 Minuten war allerdings Julius Wolf. Der Ersatzkapitän von Science City kam in der ersten Halbzeit allein auf 19 Punkte, versenkte fünf von sechs Dreierversuchen in der gegnerischen Reuse.

Die Pause musste dann unfreiwillig verlängert werden, weil in Hagen die Technik streikte. Die Gäste ließen sich davon nicht beirren, konservierten ihre Führung und gaben zeitig den jungen Spielern Einsatzzeit. Mit einem 77:57 ging es in die finalen zehn Minuten. Auch dort ließen die Thüringer nichts mehr anbrennen gewannen deutlich und verdient mit 96:75.

Im Bruder-Duell der Lodders blieb es beim Punktsieg von Jenas Robin (11) gegen Jannik (7). Topscorer der Partie wurde unterdessen Wolf, der auf insgesamt 28 Punkte kam. Er war zudem bester Rebounder seiner Mannschaft.