Jenaer Basketballer wollen Heimvorteil nutzen – Trainer warnt vor Gegner

Jena.  Nach zwei Niederlagen wollen die Basketballer von Science City Jena am Sonntag gegen Artland Dragons gewinnen. Besonders der Neuzugang hat viel vor

Dennis Nawrocki (rechts) will mit Jena wieder punkten.

Dennis Nawrocki (rechts) will mit Jena wieder punkten.

Foto: Christoph Worsch

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Viel Zeit haben Jenas Zweitligabasketballer nicht, um über die beiden Auswärtsniederlagen in Chemnitz und Trier nachzudenken. „Es waren starke Heimteams, speziell Trier hat am Mittwoch zudem außerordentlich gut getroffen. Die Niederlagen sind nicht dramatisch, sondern ein Stück weit heilsam. Uns wurden Probleme aufgedeckt. Jetzt wissen wir, woran wir arbeiten müssen“, sagt Co-Trainer Steven Clauss, der das Team bei der 79:100-Pleite in Trier betreute.

Jena verlor zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele am Stück. Ein drittes soll kommenden Sonntag zuhause gegen die Artland Dragons nicht dazukommen, wenngleich der Coach warnt: „Das Team aus Quakenbrück ist ein gefährlicher Gegner mit guten Individualisten. Die wissen alle, wo der Korb hängt. Es wird keinesfalls ein Selbstläufer und wir werden umso konzentrierter ins Spiel gehen.“

Konzentration ist das Stichwort, denn bei dieser haperte es zuletzt. 21 Ballverluste im Spiel gegen die Niners, gegen Trier waren es sogar noch zwei mehr. Dazu immer wieder falsche Entscheidungen im Abschluss. „Wir müssen schlauer spielen, besser auf den Ball aufpassen und die Ruhe bewahren, auch wenn wir hinten liegen“, sagt der erfahrene Co-Trainer. Positiv sei, dass außer dem weiterhin verletzten Joschka Ferner alle Spieler fit zur Verfügung stehen. Ein Akteur dürfte einen Extraschub Motivation mitbringen, ist es für Neuzugang Lars Lagerpusch das erste Auflaufen vor den heimischen Anhängern. „Ich war auch die beiden vergangenen Spiele motiviert, vielleicht ein wenig zu motiviert. Die Schiris pfeifen etwas anders, als in der Bundesliga“, sagt der aus Braunschweig gewechselte Flügelspieler. In Jena wurde er gut aufgenommen, Kapitän Dennis Nawrocki und seine Trainer Clauss und Frank Menz kennt der 21-Jährige noch gut aus Braunschweiger Zeiten. Gegen die Dragons verlor er vor Monaten im Braunschweiger Trikot ein Vorbereitungsspiel. „Wenn wir ihre Stärken unterbinden, dann sieht es gut für uns aus.“

Auf die Zuschauer, von denen sich bis Donnerstag bereits 1600 ihr Vorverkaufsticket geschnappt hatten, warten einige, weihnachtliche Überraschungen. So gibt es neben gratis Glühwein und Kinderpunsch auch einen Drei-Meter-Stollen, laut Aussage des Vereins der größte Stollen Jenas. Für die kleinen Gäste verteilt der Weihnachtsmann zudem Süßigkeiten. Möglich machen alles Science City Jena und das Team der Sparkassen-Arena. Eine schöne Geschenkidee, doch am liebsten würde sich SCJ mit einem Heimsieg beschenken. Dann nämlich stehen die Zeichen weiterhin gut in Richtung Tabellenplatz eins bis drei zum Ende der Hauptrunde. „So hätten wir den Heimrechtbonus und würden möglichst lang den Ligafavoriten Chemnitz aus dem Weg gehen“, sagt Steven Clauss. Auch für 2,05-Meter-Mann Lagerpusch wäre der erste Sieg mit Jena wohltuend für kommende Vorhaben. Eines von diesen ist die Wohnungssuche – noch bezieht der Familienmensch ein Hotelzimmer. Viele Ansprüche habe er nicht, aber: „Ein Gästezimmer für Freunde oder Familie wäre toll.“

Science City Jena – Artland Dragons Quakenbrück, Sonntag, 16 Uhr, Sparkassen-Arena

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