Biathlet Philipp Horn: Premiere im heimischen Wohnzimmer

Oberhof.  Biathlet Philipp Horn vom SV Eintracht Frankenhain erlebt am Freitag zu Hause in Oberhof seine Weltcup-Premiere. Was hat er sich vorgenommen?

Philipp Horn hat sich ins Weltcup-Team gekämpft.

Philipp Horn hat sich ins Weltcup-Team gekämpft.

Foto: Frank Hörmann/Sven Simon

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Vor knapp 16 Jahren, er war noch Skilangläufer, da betrat Philipp Horn bereits die große Bühne in Oberhof. Bei der Weltmeisterschaft 2004 gehörte er als Achtjähriger zur Riege der stolzen Vorläufer, die den Stars der Biathlon-Szene die Spur legten. Ob er damals auf den Geschmack gekommen ist, lässt sich nur vermuten. Auf jeden Fall wechselte das Talent vom SV Eintracht Frankenhain zwei Winter später zu den Skijägern. Und träumte davon, irgendwann einmal zurückzukehren in die Rennsteig-Arena – als „richtiger“ Teilnehmer; als einer der weltbesten Biathleten.

Der Traum geht an diesem Freitag in Erfüllung. Beim 10-km-Sprint der Männer (14.30 Uhr/ARD und Eurosport live) feiert Horn seine Weltcup-Premiere im heimischen Wohnzimmer; auf den Strecken, auf denen er täglich trainiert und deshalb aus dem Effeff kennt. „Ich weiß, wo man Zeit gutmachen; aber auch, wo man Zeit verlieren kann“, sagt er und meint zuversichtlich: „Ein Nachteil dürfte das nicht sein.“

Sein Selbstbewusstsein ist spürbar gestiegen. Dank starker Leistungen in der Vorbereitung und bei den deutschen Meisterschaften hatte er sich einen Platz im Nationalteam erkämpft und diesen bei den ersten drei Weltcups verteidigt. Mit Rang elf in der Verfolgung von Le Grand Bornand gelang ihm sein bestes Resultat; im Gesamtweltcup belegt er als viertbester Deutscher Platz 22.

Deshalb sagt Horn: „Ich würde gern weitermachen wie bisher.“ Zuletzt feilte er am Liegendanschlag, „um ein paar Fehler auszumerzen und Sicherheit zu holen“. Läuferisch gehört er zu den Schnellsten, doch beim Schießen hat er Luft nach oben. 76 Prozent beträgt seine Trefferquote im Weltcup.

Für den Sprint hat sich der 25-Jährige 90 Prozent vorgenommen; neun von zehn Scheiben sollen also fallen. Dann, so ist er überzeugt, sei auch eine Top-15-Platzierung drin. Diese wäre gleichbedeutend mit der Qualifikation für die WM. Und ein weiterer Traum hätte sich erfüllt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.