Jenaer Aufbäumen in der Römerstadt kommt zu spät

Jena.  Basketball: Nach einer schlechten ersten Halbzeit unterliegt Zweitbundesligist Science City in Trier mit 79:100 (16:29, 33:52, 60:72)

Konnte nicht zufrieden sein mit der Leistung seines Teams: Jenas Co-Trainer Steven Clauss.

Konnte nicht zufrieden sein mit der Leistung seines Teams: Jenas Co-Trainer Steven Clauss.

Foto: Peter Poser

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Drei Spiele innerhalb von sieben Tagen – im Profisport nicht Standard, aber auch nichts Besonderes. Dass unter diesen drei Spielen zwei aufeinanderfolgende Auswärtsbegegnungen dabei sind, macht die Sache etwas spannender.

Interessant sind aber eher die zurückgelegten Kilometer. Noch am Sonntagvormittag reisten Spieler und Betreuerstab von Science City Jena in mehreren Kleinbussen nach Chemnitz zum Ostderby, um am Abend mit einer 78:98-Niederlage die 100 Kilometer zurück an die Saale zu bestreiten. Keine 48 Stunden später startete Fahrer Reiner Beutler den großen Mannschaftsbus erneut. Diesmal mit der Arena Trier als Ziel – schlanke 460 Kilometer pro Strecke.

Viel Zeit zum Trübsal blasen und analysieren während der nächtlichen Heimfahrt, denn beim 79:100 setzte es die zweite Auswärtsniederlage in Folge. Die Gladiators Trier schlugen hingegen nach Tabellenführer Chemnitz auch das zweite ostdeutsche Team der Pro A in heimischer Halle. Trotz der Niederlage bleibt Jena im oberen Tabellendrittel, für Trier war es ein wichtiger Erfolg im Kampf um die Playoffs.

Der Gast führte schnell mit 8:2. Doch danach stockte der Motor, Trier kam heran und zog uneinholbar vorbei. Wie schon gegen Chemnitz unterliefen Jena im Spielaufbau zu viele Fehler. „There is no defense“, gab Co-Trainer Steven Clauss seinen Spielern zudem in der Auszeit mit. Gehör fand er zunächst nicht, Trier baute den Vorsprung auf 29:16 aus. Und es wurde nicht besser aus Sicht der Gäste. Die Gladiators nutzten vor 1587 Zuschauern jeden Fehler gnadenlos aus, von denen es auf Jenaer Seite zu viele gab. 15 Turnover in einer Halbzeit waren eine deutliche Sprache.

Der Vorsprung wuchs auf mehr als 20 Punkte an, die Thüringer wirkten überfordert mit den munter aufspielenden Trierern. Aufbauspieler Brad Loesing, mit 16 Punkten hinter Julius Wolf (19) bester Werfer bei Science City, brachte Jena minimal heran – 52:33 zur Halbzeit.

In der zweiten Hälfte agierte Jena bissiger, kam dadurch früh im Viertel in Foulprobleme. Dennoch zeigte das körperbetontere Spiel Wirkung und der Vorsprung der Trierer schrumpfte auf bis zu acht Punkte.

Die Hoffnung der Gäste währte allerdings nur kurz. Zu wenig erfolgreiche Dreier bei Jena, zu viele Offensivrebounds für Trier und die besagte Turnover-Statistik besiegelten schließlich die Niederlage.

„Gratulation an die Trierer, die in allen Belangen besser waren“, fasste Julius Wolf zusammen. Vielleicht gut aus Jenaer Sicht, dass das dritte Spiel der Woche am Sonntag gegen Artland ein Heimspiel ist.

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