Siegesserie von Science City Jena reißt

Jena.  Am Freitag gewannen die Jenaer Basketballer von Science City das wichtige Auswärtsspiel in Leverkusen. Doch zuhause gegen Schwenningen stockte der Motor.

Durch die um einiges bessere Wurfausbeute bezwang der Gast aus Schwenningen die Jenaer Basketballer am Ende verdient und schob sich mit dem Sieg auf einen Playoff-Platz.

Durch die um einiges bessere Wurfausbeute bezwang der Gast aus Schwenningen die Jenaer Basketballer am Ende verdient und schob sich mit dem Sieg auf einen Playoff-Platz.

Foto: Peter Poser

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Nach fünf Siegen in Folge kassierte Basketball-Zweitligist Science City Jena am Sonntag wieder eine Niederlage. Gegen die Panthers Schwenningen verloren die Thüringer am Ende verdient mit 89:97 (21:30; 43:57; 65:73). „Über die Serie machen wir uns keine Gedanken, aber es ist ärgerlich, dass wir dieses Spiel verloren haben“, sagte Kapitän Dennis Nawrocki. „Schade, mit einem Sieg hätten wir uns in der Tabelle ein bisschen Luft verschafft“, kritisierte Trainer Steven Clauss. Das erste Viertel vor 1925 Zuschauern ging für die Hausherren gründlich daneben und zeigte einmal mehr, wie ausgeglichen die 2. Bundesliga Pro A ist.

Die Jenaer leisteten sich zu viele einfache Ballverluste, lagen zwischenzeitlich mit über zehn Punkten zurück und waren zu Beginn des zweiten Viertels mit 21:30 hinten. Die anvisierte Aufholjagd noch vor der Pause gestaltete sich schwierig. Der Tabellendritte war gegen starke Schwenninger in der Defensive zu anfällig und ließ auch unterm gegnerischen Korb zu viel liegen. So gelang es den Gästen, die Führung weiter auszubauen. Erst kurz vor der Pause steigerten sich die Hausherren und mussten deshalb „nur“ ein 43:57 aufholen. „Wir haben die erste Halbzeit definitiv verschlafen. 57 Punkte sind inakzeptabel“, ärgerte sich Nawrocki. Auch Geschäftsführer Lars Eberlein suchte zur Halbzeit nach Erklärungen: „Schwenningen ist eine sehr gute Mannschaft, das haben sie in den vergangenen Spielen immer wieder bewiesen.“ Angesichts der herausragenden Wurfquoten der Panthers und der miserablen der Jenaer prophezeite er allerdings eine Aufholjagd. Und er sollte zunächst Recht behalten. Jena startete mit einem 10:0-Lauf ins dritte Viertel und war wieder im Spiel. Schwenningen verteidigte seinen Vorsprung nun verbissen und hatte auch hinsichtlich der kleinlichen Auslegung des Schiedsrichter-Gespanns das Glück auf seiner Seite. Auch, weil Jena einige Freiwürfe liegen ließ, mussten die Hausherren im finalen Abschnitt immer noch acht Punkte aufholen.

Ein zähes Unterfangen gegen die Panther, bei denen Jaren Lewis herausragte, der alleine 26 Punkte erzielte – die meisten im Spiel. Doch Jena biss, Jena kämpfte und war fünfeinhalb Minuten vor dem Ende auf 78:81 dran. Das reichte jedoch nicht. Die Panthers zeigten noch einmal die Krallen und siegten verdient. Am Freitagabend hatte sich Science City dagegen einen wichtigen Sieg gesichert. Beim bis dato Fünften Bayer Leverkusen gewannen die Thüringer souverän mit 80:64. Von Beginn an dominierte die Mannschaft von Trainer Clauss die Begegnung. Mit gleich fünf Spielern, die zweistellig punkteten, demonstrierten die Jenaer ihre mannschaftliche Geschlossenheit.

Treffsicherster Spieler war Alex Herrera mit 15 Punkten. Am Sonntag gegen die Panthers steuerte er wieder 21 Punkte bei. Bester Jenaer Werfer gegen Schwenningen wurde Brad Loesing mit 23 Zählern.

Nur reichte das diesmal nicht. „Egal, weitermachen, Mund abputzen“, sagte Nawrocki. Die Fans der Saalestädter müssen sich jetzt bis zum 28. März gedulden, ehe sie wieder ein Heimspiel ihrer Basketballer besuchen können. Auf Jena warten drei Auswärtsspiele in Folge – Ehingen (14. März), Tübingen (21. März) und Hagen (25. März). Dann gastiert Paderborn (28. März) in der Sparkassen-Arena, ehe mit der Begegnung in Heidelberg (4. April) die Hauptrunde endet.

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