Wie das Bleicheröder Schiller-Gymnasium 2017 saniert wird

Bleicherode. Mit Beginn der Sommerferien wird nächstes Jahr die Sanierung der Schiller-Schule in Bleicherode nach neunjähriger Pause fortgesetzt. Diese schließt einen Teilumbau ein. Der Landkreis rechnet mit Kosten von rund sieben Millionen Euro.

Ob und wann die Caféteria über dem Eingang im Innenhof gebaut wird, ist noch offen. Foto: privat

Ob und wann die Caféteria über dem Eingang im Innenhof gebaut wird, ist noch offen. Foto: privat

Foto: zgt

Am meisten, sagt Direktor Thomas Gaßmann, freue er sich auf dichte Fenster. Im Flur seien die Ritzen so groß, dass man durch diese auf den Hof schauen kann.

Das Bleicheröder Gymnasium wurde schon 2008 in Teilen energetisch saniert. Ab Sommer 2017 soll Teil 2 folgen: Dank eines neuerlichen Finanzpakets vom Bund, dem kommunalen Investitionsförderprogramm, und Landesmitteln stehen 1,7 Millionen Euro bereit für neue Fenster, eine neue Heizung und eine Wärmedämmung der Fassade.

Zudem wird neben den Eingang ein Außenfahrstuhl gebaut. Auch soll das Dach vom Flügel links des Eingangs abgenommen und dort ein Geschoss mit Flachdach aufgesetzt werden: Eine neue Aula entsteht, endlich ohne Säulen im Raum und viel höher und damit akustisch besser als die jetzige. So wäre sie auch für Konzerte oder Theateraufführungen gut geeignet, so Gaßmann mit Blick auf die Widrigkeiten im bestehenden Fertigteilbau. Dieser soll auch künftig auf dem Schulgelände bleiben, dann ein Vorbereitungszimmer und zwei Unterrichtsräume beherbergen.

Die Zahl der Klassenräume im Hauptgebäude reduziert sich unterdessen im Zuge der Innensanierung erheblich: Denn der Landkreis plant Zimmer von je 75 Quadratmetern, zurzeit sind es etwa 55. Hintergrund ist der sich verstärkende Lehrermangel, der Klassen von bis zu 30 Schülern nötig macht. Zurzeit lernen in Bleicherode 380 Schüler, bis 2020 ist mit einem leichten Anstieg zu rechnen.

Caféteria als gläserner Vorbau wäre i-Tüpfelchen

Im Landratsamt hofft man, den Innenausbau ab 2019 erledigen zu können. Mehr als vier Millionen Euro dürfte der kosten, schätzt Gunnar Reuter, Fachbereichsleiter Gebäudeverwaltung im Landratsamt.

Insgesamt sei für das Gymnasium mit Baukosten von rund sieben Millionen Euro zu rechnen. Der Landkreis hofft, auch von der Städtebauförderung profitieren zu können: Denn nicht nur die neue Aula, sondern auch die Mensa soll als Kurs- und Veranstaltungsraum den Bürgern offenstehen. Entstehen soll die Mensa samt einer Terrasse an der Stelle des schlichten Eingeschossers aus DDR-Zeiten für den Speiseraum.

Das Gesamtkonzept zur Schulsanierung liegt seit 2009 in der Schublade, erstellt vom Nordhäuser Bauplanungs- und Ingenieurbüro Nording. Einiges werde derzeit modifiziert, erklärt Architekt Michael Waldheim. Die Fassaden könnten farblich anders gestaltet werden. Die Fenster der Ostfassade würden aus Kostengründen nun doch nicht vergrößert. Das aufgesetzte Geschoss für die Aula wiederum soll mehr Fensterflächen bekommen als vorgesehen.

Festhalten würde Waldheim gern an einer Idee: der für eine Caféteria in einem gläsernen Vorbau über dem Eingang im Innenhof. "Wir würden das Innen nach außen holen", sagt der Architekt. Es wäre das i-Tüpfelchen – nicht nötig, aber schön.