Eine Plattform für das Ehrenamt im Kreis Nordhausen

Nordhausen.  Der Horizont-Verein tüftelt an einem Onlineangebot. Der Start ist für dieses Jahr geplant.

Maik Ahne vom Horizont-Verein arbeitet an der Umsetzung einer Ehrenamtsplattform.

Maik Ahne vom Horizont-Verein arbeitet an der Umsetzung einer Ehrenamtsplattform.

Foto: Doreen Hotzan

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Eine gelbe und eine grüne Hand, in deren Mitte die Buchstaben Air zu lesen sind. Es ist die Abkürzung für Aktiv in der Region. Dahinter verbirgt sich ein Modellprojekt, an dem Maik Ahne vom Horizont-Verein seit Herbst vergangenen Jahres arbeitet. „Das Ziel ist es, eine Onlineplattform zu schaffen, auf der wir Ehrenamtliche und diejenigen, die Stellen anbieten, zusammenbringen“, erläutert er.

Interessierte sollen hier schnell mit ein paar Klicks eine passende Tätigkeit auf ehrenamtlicher Basis im Kreis Nordhausen finden. Anbieter auf der Suche nach Ehrenamtlichen wiederum können auf der Plattform ihre Stellen einstellen. Aber auch für spezielle Veranstaltungen wie die Müllsammelaktion des Horizont-Vereins werden stets Ehrenamtliche gesucht, bei denen das Portal behilflich sein kann.

Projekt steht noch am Anfang

Gemeinsam mit der Nordhäuser Agentur Aturis soll die Umsetzung dieses Vorhabens glücken. Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Dennoch gibt es inzwischen erste Ergebnisse. „Es existiert bereits eine Domain für den Internetauftritt. Auch ein Logo wurde entwickelt“, zählt Ahne auf. Dieses zeigt die beiden Hände, die das Wort Air umschließen. „Wir hielten das für passend, denn ein Ehrenamt bedeutet doch ein Für- und Miteinander“, so der Projektverantwortliche zur Wahl des Logos. Die Suche nach einem passenden Namen hingegen war vor allem von einem Kriterium geprägt. „Er sollte möglichst kurz sein“, so Maik Ahne. Daher trage das Projekt nun den Namen Air.

Dem Verantwortlichen schwebt vor, dass die Plattform künftig sowohl auf dem PC, als auch auf dem Telefon oder Tablet aufgerufen werden kann. „Sie wird aber nicht wie eine App in einem Playstore herunterzuladen sein“, stellt Maik Ahne mit Blick auf die Kosten klar.

Da nicht nur junge, sondern bevorzugt Ältere das Portal nutzen sollen, achten Ahne und das Team der Agentur schon im Vorfeld darauf, dass gewisse Voraussetzungen gegeben sind. „Die Plattform muss einfach strukturiert und übersichtlich sein. Wir wollen eine Überfrachtung vermeiden“, zählt er einige Beispiele auf. Noch in diesem Jahr wird die Plattform in der Praxis zunächst getestet, ehe sie richtig an den Start geht. „Wir gehen davon aus, dass es im dritten Quartal soweit ist“, kündigt der Projektverantwortliche an.

Weitere Partner sollen gewonnen werden

Anschließend bleibe genügend Zeit, um Änderungen vorzunehmen, bevor die Ehrenamtsplattform im letzten Quartal endgültig online geht. Bevor es soweit ist, ist zudem noch eine Werbekampagne geplant. Sobald die Plattform im Netz ist, endet das Projekt, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. Der Horizont-Verein beteiligt sich mit einem Eigenanteil in fünfstelliger Höhe. Maik Ahne hofft, dass für die Folgefinanzierung weitere Partner wie Stadt und Landkreis gewonnen werden können.

Die Ehrenamtsplattform sieht der Projektverantwortliche als Ergänzungsangebot zur Freiwilligenagentur, die es seit 2004 gibt. Seit Kurzem ist Maik Ahne auch für diese zuständig und hat daher ein Büro im Mehrgenerationenhaus in der Hohensteinerstraße bezogen. Jeden Mittwoch empfängt er in der Zeit von 13 bis 16.30 Uhr oder nach Terminvereinbarung Interessierte, die ein Ehrenamt ausüben und sich informieren wollen.

„Die Kernaufgabe liegt in der Beratung, nicht in der Vermittlung“, sagt Maik Ahne. Die Ehrenamtsplattform könnte in seinen Augen besonders für kleine Vereine, aber auch für Kommunen eine Chance sein, offenen Stellen zu besetzen.

Weitere Informationen gibt es bei Maik Ahne per Telefon: 03631/46 67 45 oder E-Mail: m.ahne@horizont-verein.de.

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