Thüringer Gesundheitsministerin für allgemeine Corona-Impfpflicht

dpa
Viele Impfgegner scheinen für Argumente kaum empfänglich, gleichzeitig sind erste deutsche Kliniken so überlastet, dass Triage wieder im Raum steht.

Viele Impfgegner scheinen für Argumente kaum empfänglich, gleichzeitig sind erste deutsche Kliniken so überlastet, dass Triage wieder im Raum steht.

Foto: Fotokerschi.At / Kerschbaummayr/APA/dpa (Symbolfoto)

Erfurt.  Sie sollte nie kommen, nun wird eine mögliche Impfpflicht doch diskutiert. Auch Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner bringt diese Maßnahme wieder ins Spiel.

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hält angesichts der derzeitigen Pandemie-Entwicklung eine allgemeine Corona-Impfpflicht für unausweichlich. Die derzeitige Impflücke führe dazu, dass immer wieder neue Corona-Wellen mit Maßnahmen gebrochen werden müssten, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiere, sagte Werner am Donnerstag während des Thüringer Krankenhausforums. Die Ausgestaltung einer solchen Impfpflicht müsse breit diskutiert werden. Sie verwies zugleich darauf, dass in der derzeitigen Welle eine Impfpflicht keine akute Abhilfe schaffe.

Auch die Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft, Gundula Werner, plädierte in dem Forum für eine allgemeine Corona-Impfpflicht. "Es war ein Fehler der Politik, dass man so früh eine Impfpflicht ausgeschlossen hat", sagte Werner, die Geschäftsführerin des Klinikums Altenburger Land ist.

Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie das Krankenhauspersonal lehnte sie ab. "Es sind nicht die Pflegenden in den Krankenhäusern, die derzeit in den Intensivbetten liegen. Die stehen neben den Betten." Im Krankenhausforum diskutierten Vertreter von Kliniken, Krankenkassen und der Landespolitik die Konsequenzen für die Häuser aus der Pandemie.

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