41 neue Anträge für Leaderförderung im Eichsfeld

Eichsfeld.  Vielfältig, nachhaltig und für die Region: Die Regionale Arbeitsgemeinschaft freut sich über 41 neue Anträge für Leaderförderung und zieht Bilanz.

Die Familie Thierack aus Bayern besuchte den Skywalk auf dem Sonnenstein  bei Holungen. Die Treppen des Wanderweges sollen mit Unterstützung durch das Leader-Projekt erneuert werden. Auch ein neuer Parkplatz entsteht.

Die Familie Thierack aus Bayern besuchte den Skywalk auf dem Sonnenstein  bei Holungen. Die Treppen des Wanderweges sollen mit Unterstützung durch das Leader-Projekt erneuert werden. Auch ein neuer Parkplatz entsteht.

Foto: Eckhard Jüngel

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27 Maßnahmen, 1,4 Millionen Euro Gesamtinvestition, davon 800.000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Topf – Daniel Fiedler und Anne-Marie Born sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Die beiden Regionalmanager betreuen das Leaderfördermittelprogramm im Eichsfeld, arbeiten in der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (RAG Eichsfeld), die wiederum eng mit den Eichsfeldwerken vernetzt ist.

„Es ist die dritte Förderperiode gewesen“, sagt Anne-Marie Born. Davor konnten Kommunen und auch Privatpersonen aus dem Förderprogramm Regio Aktiv Mittel beantragen. Dass inzwischen immer mehr Kommunen und auch Privatpersonen auf Fördermittel zurückgreifen wollen, zeigt die Zahl der Anträge, die nun für die nächste Förderperiode bei der RAG eingegangen sind.

Mehr Anträge als im Jahr zuvor

„41“, sagt Daniel Fiedler. „Das sind mehr als im Jahr davor.“ Ihn und Anne-Marie Born freut es. Zeige es doch nicht nur, dass es gute Ideen gibt, sondern auch den Willen zur Umsetzung. Für die nächsten drei Jahre, bestätigen die beiden Leader-Kontaktpersonen, könnten wieder zwischen einer und 1,3 Millionen Euro an Fördermittel verteilt werden. Das aber liegt nicht an den beiden.

Bis Ende Oktober 2019 lief die Antragsfrist für Maßnahmen, die ab nächstem Jahr umgesetzt werden sollen. Und schon im Vorfeld standen die beiden Regionalmanager für Gespräche bereit, ob eine Idee zum Beispiel in die Förderrichtlinien passt, ob sie gute Chancen auf Erfolg hat und weitere Fragen.

Projekte werden in kommender Woche bewertet

Nach Sichtung der Antragsunterlagen bewerten die regionalen Gremien in den kommenden Wochen die eingereichten Projekte. „Zu den jeweiligen Sitzungsterminen haben die Projektträger die Gelegenheit, ihre Ideen selbst vorzustellen“, erklärt Anne-Marie Born. Danach erstellt der Leader-Fachbeirat anhand einer Bewertungsmatrix eine Rang- und Reihenfolge. Je nach zur Verfügung stehendem Fördermittelbudget können die beantragten Vorhaben anschließend bedient und umgesetzt werden.

„Auch in 2020 wollen wir vielseitige Projekte auf den Weg bringen“, sagt Anne-Marie Born. Sie rechnet mit den Entscheidungen bis etwa Mai/Juni, wie die Rangfolge aussieht, wer unterstützt wird. Je nach Antragsart und Förderquoten können im Leader-Programm zwischen 35 und 75 Prozent der Gesamtkosten übernommen werden.

Revolution-Train und Imagefilm als Beispiele

Wie vielseitig die Leaderförderung sein kann, zeige zum Beispiel die Liste der aktuelle Maßnahmen, die bereits beendet wurden oder gar noch bis zum Herbst 2021 laufen. Fiedler und Born fallen da sofort beispielsweise die vom Jugendamt des Landkreises koordinierte Anti-Drogenkampagne „Revolution-Train“ ein. Oder auch ein Imagefilm zur Vermarktung der Region, der derzeit beim HVE Eichsfeld-Touristik in Planung ist.

Auch die Top-Wanderwege Sonnenstein und Scharfenstein gehören dazu, ebenso wie das Projekt der Worbiser Jägerschaft zur Rehkitzrettung. Am Sonnenstein soll der steile Weg etwas angepasst werden, so dass er leichter zu erklimmen ist, was auch mobilitätseingeschränkten Menschen zugute komme. Auch der Parkplatz werde in Angriff genommen.

Projekte mit Mehrwert für die gesamte Region

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Förderjahres 2019 – wir konnten mit dem Budget viele gute Projekte aus den verschiedenen Handlungsfeldern unserer regionalen Entwicklungsstrategie unterstützen“, so Daniel Fiedler. „Die geförderten Projekte besitzen einen Mehrwert für die gesamte Region und machen sie somit attraktiver und lebenswerter“.

Fiedler hat noch einen Hinweis für diejenigen, deren Projekte auf einem hinteren Platz in der Rangfolge gelandet oder nicht berücksichtigt sind. „Sie rutschen nicht automatisch nach vorn, sondern müssen neu beantragt werden“, so Fiedler. „Und weitere Projektideen können laufend an uns herangetragen und vorgemerkt werden“, fügt Anne-Marie Born hinzu. Von der Idee bis hin zum Förderantrag begleite das Leader-Management die Vorhabenträger und stehe für Fragen gern zur Verfügung. „Einfach bei uns unter www.rag-eichsfeld.de melden.“

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