Besondere Hilfe auf Weihnachtsbaumplantage in Dingelstädt

Dingelstädt.  Auf der Weihnachtsbaumplantage von Dieter Löffelholz im Dingelstädter Siechenweg helfen besondere Landschaftspfleger bei der Unkrautbekämpfung.

Dieter Löffelholz betreibt seit dem vergangenen Jahr eine Weihnachtsbaumplantage im Dingelstädter Siechenweg und hat dabei Hilfe von besonderen Landschaftspflegern, nämlich acht Shropshire-Schafen.

Dieter Löffelholz betreibt seit dem vergangenen Jahr eine Weihnachtsbaumplantage im Dingelstädter Siechenweg und hat dabei Hilfe von besonderen Landschaftspflegern, nämlich acht Shropshire-Schafen.

Foto: Johanna Braun

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Dieter Löffelholz ist eigentlich Juwelier, Goldschmied und Uhrmacher, aber seit dem vergangenen Jahr versucht er sich auch in einem anderen Geschäft. Einem, das zur Adventszeit eines der wichtigsten ist, denn fast jeder will und braucht das, was Dieter Löffelholz anbietet: einen Weihnachtsbaum.

Auf seiner Plantage im Dingelstädter Siechenweg stehen aktuell noch gut 5000 Bäume in einer Größe zwischen einem und vier Metern, ausschließlich Nordmanntannen, die sich jeder selbst aussuchen und auch schlagen kann.

Andere Baumarten kann Dieter Löffelholz in diesem Jahr leider nicht anbieten. „Wegen der Trockenheit sind viele Flachwurzler wie die Fichten eingegangen. Nordmanntannen hingegen haben eine sogenannte Pfahlwurzel. Sie kommen an tiefere Wasserschichten. Und so macht ihnen die Trockenheit nicht so viel aus“, erklärt Dieter Löffelholz.

Nordmanntanne hat viele Vorteile

Persönlich bevorzugt er auch die Nordmanntanne. Im Wohnzimmer des Hauses steht sie schon geschmückt bereit und wartet auf das Fest in knapp einer Woche. „Sie nadelt nicht, sticht nicht. Das finde ich am besten. Wenn der Baum Mitte Januar wieder rauskommt, fehlt ihm keine Nadel“, erklärt der Experte seine Wahl.

Aber wie kommt ein Goldschmied überhaupt dazu, Weihnachtsbäume zu verkaufen? „Ich bin mit dem Besitzer der Plantage befreundet. Er schafft es nicht mehr, sie zu betreuen, und weil sie auch hinter meinem Wohnhaus liegt, hatte er mich im vergangenen Jahr gefragt, ob ich das nicht übernehmen könnte“, antwortet Dieter Löffelholz. „Ich arbeite den ganzen Tag in meiner Werkstatt. Die zusätzliche Arbeit draußen an der frischen Luft tut mir gut. Ich bin sehr naturverbunden.“

Das muss er auch sein, bedenkt man die viele Arbeit, die so eine Plantage macht. Im Frühjahr muss Dieter Löffelholz zum Beispiel an jeden Baum herantreten und die jungen Triebe abknipsen, damit die Tannen eine schöne Form bekommen. Dass er etwas davon versteht, sieht man an den vielen gleichmäßig gewachsenen zukünftigen Weihnachtsbäumen.

Ganz allein ist er bei der Arbeit nicht. Sohn Martin hilft, wo er kann. Und dann sind da noch ganz besondere Landschaftspfleger, die Dieter Löffelholz zur Hand gehen. Die haben vier schwarze Beine, ebenso farbene Ohren, und auch das Gesicht ist Dunkel. Und sie haben einen neugierigen Blick: Acht Shropshire-Schafe stehen in dem Gehege bereit. „Das ist die einzige Schafrasse, die keine Tannennadeln frisst“, erklärt Dieter Löffelholz. Die Tiere fressen das Gras rund um die Bäume ab, halten die Plantage in Schuss.

Perlhühner und Puten zur natürlichen Schädlingsbekämpfung

Und ihnen zur Hilfe kommen noch zahlreiche Puten und Perlhühner. „Sie picken Insekten und Larven auf.“ Jeden Morgen wird die bunte Bande in die Plantage „gejagt“, so Dieter Löffelholz. „Zur Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen werden hier also keine Pestizide genutzt, sondern wir machen das auf natürlichem Weg.“ Der Dingelstädter hat außerdem zwei Wollschweine auf seinem Grundstück „Die Tiere sind für mich zusammen mit der Arbeit auf der Plantage eine schöne Abwechslung.“

Noch bis einschließlich Montag, 23. Dezember, können die Tannen bei Dieter Löffelholz täglich ab 13 Uhr selbst geschlagen werden. Für Ortsfremde erklärt er den Weg zu seiner Plantage: „Den Siechenweg erreicht man über die Bahnhofstraße unterhalb der Regelschule. Die Einfahrt ist ausgeschildert.“ Wegen der nassen Witterung der vergangenen Tage empfiehlt er entsprechendes Schuhwerk, am besten Gummistiefel.

Zum besseren Transport können die Bäume vor Ort eingenetzt werden. Und auch Sägen sind auf der Plantage genug vorhanden.

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