Ausgelassen wird Karneval gefeiert in Teichröda und Saalfeld

Teichröda/Saalfeld  Mit Konfetti und Kussfreiheit: Die Karnevalsfeiern in Teichröda und in Saalfeld können sich mit den Großen in Köln durchaus messen lassen.

Ein schönes Faschings-Wir-Gefühl kam in Saalfeld auf, als all die Närrinen und Narren sich an die Schultern fassten und mit der Polonaise durch den Saal zogen.

Ein schönes Faschings-Wir-Gefühl kam in Saalfeld auf, als all die Närrinen und Narren sich an die Schultern fassten und mit der Polonaise durch den Saal zogen.

Foto: Berg

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Schon am Freitagabend steht in Teichröda alles im Zeichen des Karnevals. Motto: „Der TKV rockt die Bude, von Teichrödanien bis Buxtehude!“

Und damit alle wissen, was wichtig ist an diesem Abend, verliest Prinz Nicolas I. schon mal die Regeln. Paragraf 6: „Die Liebe, die der Fasching macht, reicht meist nur eine Nacht!“ Soll ja keiner sagen, er hätte es nicht gewusst.“

Im Weiterin wirft der kleine TKV einen Karneval auf die Saalbretter, dass es einen waschechten Kölner erröten lassen könnte. Da ist das Männerballett, natürlich in Stöckelschuhen, da tanzen die Schönen Can-Can, da gibt es Sketsche – die Szenen spielen in einer Frauenarztpraxis –, von denen unklar ist, wie die Eltern das später ihren zum Faschingspublikum gehörenden Kindern erklären wollen. Harmlosestes Beispiel: Mehrere Hochschwangere, gespielt von Männern, sitzen im Warteraum. Eine meint, das Buch, das eine Schwangere gerade liest, bestimmt die Anzahl der Kinder. „Und was lesen sie gerade?“ Die Antworten reichen von „Das doppelte Lottchen“ (Erich Kästner, Prädikat: besonders wertvoll) bis zu „Alibaba und die 40 Räuber“. Haha!

Der ganz subjektiv empfundene Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der Tina Turners. Damen im besten Alter entledigen sich ihrer Kopftücher und Putzschürzen und darunter kommen Tina-Turner-Perücken und eng-anliegende grün-glitzernde Kleider zum Vorschein. Dann rocken die Mädels das Haus, wie es besser nicht geht!

Im Meininger Hof in Saalfeld einen Tag später könnten die Reihen etwas voller sein. Aber es ist ja auch schon der zweite Abend in Folge für die Jecken des Saalfd-Rolschter-Carnevals-Clubs Vielleicht hat der ein oder andere Feiernde den ersten Abend nicht gut überstanden? Im Programm wird ganz schnell klar, dass es in Saalfeld die Frauen und Mädchen sind, die das Programm wuppen und in Fahrt bringen. Auf der Bühne wird auf Derbes und Allzuderbes verzichtet. Dafür sind die Tanzeinlagen bei cooler Musik so gut, dass sie sich auch außerhalb des Faschings sehen lassen könnten.

Auch Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania hat, verkleidet als Mönch, sichtbar seinen Spaß. Ein schönes Faschings-Wir-Gefühl kommt auf, als all die Närrinen und Narren sich an die Schultern fassten und mit der Polonaise durch den Saal zogen.

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