Carnevalsclub Schlettwein in glänzender Frühform

Der Carnevalslub Schlettwein begrüßt beim Gardetreffen 260 Mitwirkende und Gäste aus befreundeten Vereinen. Mit 51 Frauen und Männern sind die Hirschberger die stärkste Besuchergruppe.

Die Kinderfunkengarde steht für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Schlettweiner Carnevalclubs. Davon konnten sich die rund 260 Gäste des elften Gardetreffens am Sonnabend im Bergschlösschen überzeugen.  Foto: Mario Keim

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Pößneck-Schlettwein. In glänzender Frühform präsentierten sich am Sonnabend im Saal des Bergschlösschens die rund 260 Gäste des elften Gardetreffens. Eingeladen hatte dieses Mal gleich zu Jahresbeginn der Carnevalsclub Schlettwein (CCS). Die Organisation des Treffens, das unter dem Motto "Kino" stand, hatten die Funkengarde und die Prinzengarde des gastgebenden Vereins.

Einige der 15 Gruppen, die der Einladung des CCS gefolgt waren, standen mit eigenen Programmpunkten auf der Bühne. Andere machten es sich im Publikum gemütlich, darunter die Funken aus Triptis, die gehandicapt durch ein paar Ausfälle nicht auftreten konnten. Die Anwesenden zeigten sich nicht nur in prächtiger Feierlaune, sondern verfolgten zugleich sehr aufmerksam die Auftritte.

Den Löwenanteil des Programmes bestritten naturgemäß die Schlettweiner, die bei Dekoration von Saal und Bühne, Moderation durch Michael und Uwe Kramer und Betreuung ihrer Gäste im Zelt keine Wünsche offen ließen.

Eine Premiere gab es durch Pauline Böhme und Anne-Sophie Wohlfahrth. Die Tanzmariechen erhielten auf der Bühne erstmals männliche Unterstützung durch Dustin Kallenbach und Michael Bartsch. "Es hat alles bestens geklappt", freut sich die 14-jährige Pauline Böhme, die analog ihrer 15-jährigen Mitstreiterin seit rund elf Jahren im Schlettweiner Karneval aktiv ist. Die Tanzdarbietung des Quartetts wird es im künftigen Programm des Vereins ebenfalls zu sehen geben. Dass es den Schlettweinern derzeit nicht um den Nachwuchs bange sein muss, zeigte außerdem die Kinderfunkengarde. Den jungen Mitgliedern, die Claudia Wegener, Iris Thom und Kathleen Geitner betreuen, stand bei ihrem Tanz die Kinderprinzengarde zur Seite. Die jungen Männer sollen im kommenden Jahr ebenfalls einen eigenen Tanz erhalten.

Das Männerballett des Köstitzer Kirmesvereins, die Schleusenfrösche aus Pößneck, Die Neustädter Tanzgruppe New Generation, das Knauer Männerballett "De Knaaaschen", die Funkengarde aus Hirschberg, die Prinzengarde aus Ranis und aus dem Nachbarlandkreis Saalfeld-Rudolstadt die Funkengarde aus Engerda waren mit eigenen Darbietungen zu erleben.

Die Blue Angels aus Neustadt, die noch im Vorjahr am Programmreigen teilgenommen haben, nahmen diesmal im Saal Platz, neben den Triptiser Frauen waren es außerdem die Gruppen aus Saalburg und Molbitz.

"Wir sind mehr als zufrieden mit dem Zuspruch. Einen derartigen Besuch hatten wir lange nicht mehr", sagte Iris Thom, Vizepräsidentin des gastgebenden CCS. Als Mitglied in der Funkengarde hatte sie einst das Garde-Treffen maßgeblich ins Leben gerufen, bei dem inzwischen sogar Männerballetts befreundeter Vereine mitmachen.

"Bei dem Treffen geht es in erster Linie darum, dass sich Vereine untereinander austauschen und besser kennenlernen. Diese Möglichkeit besteht im normalen Faschingstreiben kaum. Deshalb kam uns auch diese Idee. Ich bin sehr stolz auf unsere Funkengarde und auf die Prinzengarde, die diese Veranstaltung gemeinsam so gut organisiert und vorbereitet haben. Denn es steckt auch viel Arbeit darin", sagte Iris Thom. Dennoch wollen die Schlettweiner als Gastgeber an dieser besonderen Veranstaltung festhalten.

Um ein solch zwangloses Treffen mit bekannten, aber auch weniger bekannten Gruppen zu organisieren, wurde in diesem Jahr ein sehr zeitiger Termin gewählt. "Wir hätten auch nicht erwartet, dass alles so gut läuft", sagte Dustin Kallenbach, Chef der Prinzengarde. Schon im September wurden die Einladungen an die Vereine verschickt. Damals war auch klar, dass es beim diesjährigen Treffen ums Thema Kino gehen wird. Mit viel Popcorn auf der Bühne und passenden Darbietungen machten die Schlettweiner den Anfang.

"Um in der Sprache des Films zu bleiben, können wir sagen: Das Imperium schlägt zurück. Deshalb sind wir mit einer großen Zahl an Mitgliedern gekommen: Wir wollten damit den Dank zurück geben, weil uns die Schlettweiner seit vielen Jahren ebenfalls in so großer Anzahl bei unseren Veranstaltungen besuchen", sagte Andreas Leibner, Vizepräsident des Hirschberger Faschingsclubs. "Das Programm ist super, so wie immer in Schlettwein." Mit 51 Frauen und Männern waren die Hirschberger die stärkste Besuchergruppe beim Gardetreffen.

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