Ein märchenhafter Abend beim Karneval in Schlettwein

Pößneck-Schlettwein  Funkengarde und Prinzen­garde des Carnevalclubs Schlettwein (CCS) hatten zum 15. Gardeabend ein. 20 Vereine folgten der Einladung.

Stimmung herrschte im Saal des ausverkauften Bergschlösschens. Foto: Mario Keim

Foto: zgt

Königliche Ehre am närrischen Hofe zu Schlettwein: Am Sonnabend wurden Petra I. und Hartmut I. als königliches Paar eingeführt und treten ihre Stelle für die närrische Zeit anstelle eines Prinzenpaares in Schlettwein an. Vor 19 Jahren regierten Petra und Hartmut Doberenz schon einmal als Prinzenpaar des Carnevalclubs Schlettwein (CCS), sodass ihnen in diesem Jahr eine besondere Ehre zuteil wurde.

Der 15. Gardeabend des CCS mit dem Titel „Märchenhafter Gardeabend“ war für das Schlettweiner Ehepaar die passende Einführung in dieses Amt. Gut gelaunt verfolgten beide auf ihrem Thron ein abwechslungsreiches, knapp dreistündiges Programm, das keine Wünsche der Besucher im voll besetzten Bergschlösschen offen ließ. Für die Darbietungen sorgten 16 Gruppen aus zehn Vereinen, angeführt vom gastgebenden CCS mit Funkengarde, Prinzengarde, Jungendfunkengarde, ­Jugendprinzengarde und den Tanzmariechen Anna Günther und Celine Reichelt.

„Ich bin sehr zufrieden. Es war ein toller Abend. Mehr war nicht zu machen, wenn man bedenkt, dass wir in den zurück liegenden Tagen ein Märchenschloss für die Bühnendekoration gebaut und Tänze einstudiert haben“, sagte Michael Bartsch von der Schlettweiner Prinzengarde. Die von Alexander Starke geleitete Gruppe und die Funkengarde um Elisabeth Fritzsche waren zum 15. Mal Veranstalter des Gardeabends. Als helfende Hand im Hintergrund wirkte die als Schneewittchen verkleidete Manuela Stupe, die beispielsweise auch für die märchenhafte Tischdekoration verantwortlich zeichnete. „Ich bin ein Fan von Themenpartys und finde, dass die Themen dazu beigetragen haben, die Treffen für Veranstalter und Gäste interessanter zu machen“, sagte die Frau aus dem benachbarten Trannroda.

„Schon im November waren alle Karten für unseren Abend vergriffen. So viele Plätze wie diesmal hatten wir noch nie besetzt.

Die Kontakte zu vielen befreundeten Gruppen führten am Sonnabend erneut dazu, dass nicht alle Darbietungen Gardetänze waren. Doch sind diese gerade für das begeisterte Publikum so etwas wie das Salz in der Suppe. Ein Gardetreffen bleibt es dennoch.

So sorgten die Tanzgruppe Move Explosion aus Ranis, die Blue Angels mit ihrem Tanz vom „Flaschenputtel“, die Schleusenfrösche, die jungen Tänzerinnen aus Remptendorf und die Tanzgruppe Fresh á nett aus Pößneck für Abwechslung im Programmreigen.

Zu einer Zugabe tanzte sich die Funkengarde aus Camburg mit ihrem Abba-Medley. Eine Zugabe war sonst nur der gastgebenden Prinzengarde mit ihrem abschließenden Showtanz vorbehalten, wenngleich das Publikum viele weitere Zugaben gewünscht hatte. Doch die Zeit sollte anschließend in den Tanzabend und die gemeinsamen Gespräche unter den Akteuren investiert werden.

Die Moderatoren Uwe und Michael Kramer luden bereits am Wochenende zum nächsten Gardeabend nach Schlettwein ein. Sie erinnerten noch einmal daran, dass es den drei Pößnecker Karnevalsvereinen (CCS, Schleusenfrösche und CCP) gemeinsam gelungen sei, im vergangenen Jahr erfolgreich am Thüringentag teilzunehmen. „Dafür haben wir uns gut zusammengerauft. Dafür gilt ein Dank und ein großer Applaus“, sagte Uwe Kramer.

„Es war eine gut organisierte Veranstaltung mit gefälligen Darbietungen. Mir hat es sehr gut gefallen“, meinte Markus Thalmann, Akteur bei den Raniser Echten, die gemeinsam mit der Funkengarde aus Ranis zum Lied „Funkenmariechen“ tanzten. Markus Thalmann ist Vorstandsvorsitzender des Raniser Ritterfaschingsvereins und amtierender Karnevalsprinz in ­Ranis.

„Begeistert“ von den Darbietungen auf der Bühne war Guido Pellenat vom Elferrat des CCS. „Ich bin überwältigt. Mir hat es vor allem die Jugendfunkengarde angetan. Sie zeigt auch, dass wir hervorragende Jugendarbeit leisten. Eine solche Veranstaltung wie in Schlettwein ist nur möglich, wenn alle Gruppen an einem Strang ziehen. Uns das gelingt uns immer wieder.“

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