Hochprozentiger Büttenredner zum Vereinsfasching in Wurzbach

Zum Vereinsfasching der ­Karnevalsgesellschaft "Grün-Gold" am Freitag im Wurz­bacher Hammersaal sind mit Joshua Josiger, Udo Moritz und Wieland Henze drei Gast­redner in die Bütt gegangen.

Einen stimmungsvollen Faschingsabend haben die Mitglieder der Karnevalgesellschaft "Grün-Gold" den Gästen am Freitag im Wurzbacher Hammersaal geboten. Büttenreden, gespielte Sketche und Tanzdarbietungen wechselten sich ab. Eine phänomenale Bühnenpräsenz zeigten die "Crazy Stars" mit der "After-Work-Party". Foto: Ulf Rathgeber

Einen stimmungsvollen Faschingsabend haben die Mitglieder der Karnevalgesellschaft "Grün-Gold" den Gästen am Freitag im Wurzbacher Hammersaal geboten. Büttenreden, gespielte Sketche und Tanzdarbietungen wechselten sich ab. Eine phänomenale Bühnenpräsenz zeigten die "Crazy Stars" mit der "After-Work-Party". Foto: Ulf Rathgeber

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Wurzbach. Die "Dorfteichlümmel" sowie Spejbl & Hurvínek alias Rainer Trost und Steffen Dittmar haben das hohe humoristische Niveau der Karnevalsgesellschaft "Grün-Gold" zum Vereinsfasching am Freitag einmal mehr unter Beweis gestellt. Gäste von Vereinen aus Bad Lobenstein oder Lehesten sahen am Abend ein bunt gemixtes Programm mit viel Humor und exzellenten Tanzvorführungen.

"Warum werden die Bundestagsabgeordneten nicht nach Leistung bezahlt", fragte Spejbl Hurvínek. "Weil sie nicht davon leben könnten", kalauerte der Ziehsohn. Die "Dorfteichlümmel" begaben sich auf eine Flugreise mit "Plums-Air". Die Zittereinlage beim simulierten Flugzeugstart brachte das Publikum im Hammersaal zum Lachen.

Unterstützung erhielten die Wurzbacher am Freitag von drei Büttenrednern. Profi Wieland Henze ist schon seit Jahren bei den "Grün-Goldenen" ein um­jubelter Gast. Udo Moritz und Joshua Josiger vom Karnevalclub Lehesten gingen auf Einladung von Faschingspräsident Wolfgang Bauer in die Bütt.

Während Moritz seine Faschingsbeschimpfung zelebrierte, spielte Joshua den Teenager in der Pubertät. "In Deutsch musste ich lernen, ihr Lieben, Faust wurde nicht von den Klitschkos geschrieben", sagte der Schüler. "Bei so vielen Fächern alles zu wissen, da habe ich schon mal improvisieren müssen", berichtete er vom Schulalltag.

Wieland Henze ging als Johnnie Walker verkleidet durch den Saal auf die Bühne. In seinen Reimen beschäftigte er sich aber keineswegs nur mit Alkohol.

"Ich habe 40 Auftritte in der Saison", erzählte Henze. Los geht es immer am 11.11. Dann erklimmt er in den Folgewochen bis zu 15 Mal die Bütt. "In der Hauptsaison sind es 25."

Pro Abend kommen schon mal bis zu vier Auftritte zusammen. "Am vergangenen Wochenende bin ich in Kühnsdorf, Mühltroff, Jena und Erfurt zu Gast gewesen", sagte Henze. Die Auftrittszeiten: 20, 21, 22 und 23 Uhr. "Dafür braucht man gute Kondition." Hinterher ist der Büttenredner jedes Mal froh. Vor allem, wenn es auch ihm Spaß gemacht hat und das Publikum richtig mitgegangen ist.

"Ich bin seit 2001 professionell unterwegs", erzählte Wieland Henze weiter. Mitglied ist der Weimarer in drei Vereinen. Weitere Mitgliedschaften werden ihm regelmäßig angeboten. Mehr als drei sind für ihn allerdings zu viel.

Für die hohe Qualität des Faschings haben am Freitag und Sonnabend auch die Tanzgruppen gesorgt. Die "Crazy Stars" brachten die Gäste im Hammersaal mit ihrer "After-Work-Party" richtig in Stimmung. "Das hat mir sehr gut gefallen", sagte Alexandra Busch vom Karnevalclub "Blau Gold" aus Bad Lobenstein.

Acht Mitglieder aus der Kurstadt waren im Hammersaal mit dabei. Als besonders eindrucksvoll beschrieb Alexandra Busch, dass bis zu über 20 Tänzer gleichzeitig auf der Bühne stehen. "Der letzte Tanz war grandios und Edel", zeigte sich Busch vom Auftritt der "Grün-Gold-Tupfen" beeindruckt.

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