Die Lokalisierung war das größte Problem

Gebesee.  Im gesamten Stadtgebiet von Gebesee gab es am Mittwoch wegen eines Leitungsschadens nur tröpfelndes Wasser.

Altenpflegerin Petra Wölke konnte im Gebeseer Pflegeheim auf eine Trinkwasser-Reserve direkt vor der Haustür zugreifen. Der Nachmittags-Kaffee war trotz Druckverlustes gesichert.

Altenpflegerin Petra Wölke konnte im Gebeseer Pflegeheim auf eine Trinkwasser-Reserve direkt vor der Haustür zugreifen. Der Nachmittags-Kaffee war trotz Druckverlustes gesichert.

Foto: Hartmut Schwarz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Seniorenheim „Haus zum guten Hirten“ in Gebesee zeigte man sich am Mittwoch hoch zufrieden, wie der zeitweilige Druckverlust von den Erfurter Stadtwerken gehandhabt wurde. Es gab einen Anruf, mit dem ein Druckverlust der Wasserversorgung angekündigt wurde, eine Entschuldigung und wenig später einen Tankwagen direkt vor dem Eingang. Das Pflegeheim wurde als wichtigste mit Wasser zu versorgende Einrichtung der Stadt erkannt. Die Bewohner brauchen Wasser für die tägliche Wäsche, für die Sanitäranlagen, für die Behandlung, für die Bereitung von Mahlzeiten – und nicht zuletzt für den gewohnten Kaffee. Drei weitere 1000-Liter-Tanks wurden im Stadtgebiet in der Siedlung, auf dem Hof des Kindergartens und am Gymnasium platziert.

Dort war wahrscheinlich auch die Ursache des Druckverlustes zu suchen. Ein Team der Stadtwerke hat hinter dem Gymnasium ein Stück Rohr freigelegt, aus dem es munter sprudelte. Gemeldet wurde der Druckverlust gegen 8 Uhr – in einigen Haushalten hatte es nur noch getröpfelt. Das Problem, so erklärt Stadtwerke-Sprecherin Christine Karpe, lag bei der Lokalisierung des Schadens. Denn er war im Leitungsverlauf nicht sichtbar, musste auf freier Strecke mit Druckmessungen von Schieber zu Schieber ermittelt werden. Der Erfolg stellte sich erst nach Stunden mit dem Einsatz eines speziellen Messwagens ein. Erst gegen Mittag konnte mit der Reparatur begonnen werden. Gegen Abend wurde mit dem Abschluss der Arbeiten gerechnet – zur Sicherheit wurden am Abend noch einmal die Vorrat-Tanks aufgefüllt.

Bereits am Tag zuvor habe es zwischen Andisleben und Ringleben, am gleichen Leitungsstrang, bereits einen ähnlichen Schaden gegeben. Einige Haushalte waren deshalb viele Stunden ohne fließendes Wasser. Die Ursache der Schäden wird ganz einfach im Alter der Druckleitung gesehen. Die Grauguss-Rohre wurden in den 1980er-Jahren verlegt, sie sind Teil einer Trasse, die im Bereich Walschleben in den vergangenen Jahren bereits erneuert wurde. Auch in Gebesee werden diese Arbeiten eines Tages anstehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren