Geraer Dachdecker nach Orkan im Dauereinsatz - Schnee erschwert Arbeiten

Gera  Orkan Friederike hat an zahlreichen Dächern der Region Schäden angerichtet. Problematisch bei den Dachreparaturen sei vor allem der Schnee in den vergangenen Tagen gewesen.

Von der Turnhalle in der Jahnstraße wurde die Dachpappe teilweise abgedeckt.

Von der Turnhalle in der Jahnstraße wurde die Dachpappe teilweise abgedeckt.

Foto: Peter Michaelis

„Ich war am Freitag und Samstag die ganze Zeit unterwegs“, sagt Maik Witzel. So wie dem Obermeister der Geraer Dachdeckerinnung ist es auch seinen Kollegen in Gera und Umgebung gegangen, „wir sind voll im Einsatz“. Orkan Friederike hat an zahlreichen Dächern der Region Schäden angerichtet. Meist seien es aber nur vereinzelte Dachziegel gewesen, die dem Sturm nicht standgehalten haben. „In Gera hält sich alles noch in Grenzen, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Den größten Schaden hat es bei der Feuerwehr gegeben“, so Witzel. Er berichtet von einem Dachdeckerkollegen in Königshofen bei Eisenberg, der jetzt 140 Aufträge zur Behebung von Sturmschäden abzuarbeiten hat.

Problematisch bei den Dachreparaturen sei vor allem der Schnee in den letzten Tagen gewesen. „Ob wir aufs Dach gehen, ist eine Frage des Wetters. Sicherheit geht auf jeden Fall vor“, betont Maik Witzel. Er hat die Zeit, in der er nicht in der Höhe arbeiten konnte, für das Erstellen von Angeboten genutzt. Auch die hängen mit Friederike zusammen. „Es ist eine größere Sache und da möchte die Versicherung ein Angebot“, erklärt der Innungsobermeister.

Übrigens: Bei der Kreishandwerkerschaft haben viele Dachdecker ihre Teilnahme an Veranstaltungen in nächster Zeit abgesagt. Als Grund gaben sie an, dass sie nach dem Orkan einfach zu viel zu tun haben.

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