Seltenes Schauspiel an der Bleiloch-Staumauer

Am Montagabend erreichten die Wassermassen im Bleilochstausee die Oberkante der Klappen in den Überlaufkanälen.

Es ist ein seltenes Ereignis, dass die Hochwasserentlastungsanlage überläuft. Montagabend war es so weit gewesen. Foto: Bernd Pfeifer

Es ist ein seltenes Ereignis, dass die Hochwasserentlastungsanlage überläuft. Montagabend war es so weit gewesen. Foto: Bernd Pfeifer

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Saalburg. Es sind sehr seltene Bilder, die in diesen Tagen an der Staumauer Bleiloch zu sehen sind. Die Pegelanzeige mit 410 Meter über Normal Null (NN) ist am obersten Punkt vom Wasser verschluckt und über die Klappen der Hochwasserentlastungsanlage tost die Flut.

Am Montag gegen 20 Uhr war der sich abzeichnende Augenblick gekommen, da das Wasser die Oberkante der Klappen an der Hochwasserentlastungsanlage erreichte. Erst zögerlich, dann als tosender Wasserfall setzte die Überflutung ein.

Gleichwohl erfolgte die gesamte Steuerung der Saale-Kaskade durch die Behörden weiterhin vorausschauend und mit Blick auf den Hochwasserschutz in den tieferliegenden Regionen. Ein Öffnen der Hochwasserentlastungsanlage war bislang zu keinem Zeitpunkt vorgesehen gewesen, wie Vattenfall auf Nachfrage stets bestätigt hatte. Die von Rundfunksendern immer wieder kolportierte gegensätzlich Meldung beruhte offenbar aus dem Missverständnis, dass vom "Anspringen der Hochwasserentlastungsanlage" die Rede ist, wenn das Wasser über die geschlossenen Klappen läuft.

Inzwischen zeichnet sich nahezu stündlich eine deutliche Entspannung auch für den Pegel im Bleilochstausee ab. In Blankenstein ging der Saale-Pegel am gestrigen Nachmittag unter die erste Alarmstufe zurück und zeigte eine weiter fallende Tendenz.

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