Weimarer Land: Starke Böen, aber wenige Schäden

Michael Baar und Stefan Eberhardt
| Lesedauer: 2 Minuten
Kranichfelds Feuerwehr musste die Kiefer zerlegen, um den Passat zu befreien.

Kranichfelds Feuerwehr musste die Kiefer zerlegen, um den Passat zu befreien.

Foto: Stefan Eberhardt

Weimar.  Sturm Eugen zog in Stadt und Kreis viele kleine Einsätze nach sich und schlug in Kranichfeld heftig zu

Mit teils heftigen Böen ist Sturm Eugen durch Weimar und das Weimarer Land gefegt. Die Schäden hielten sich meist in Grenzen. Mit einer Ausnahme.

Bei Kranichfeld hielt dem Wind ein gut 25 Meter hoher Nadelbaum nicht mehr stand. Am Rande eines Parkplatzes für Wanderer brach die Kiefer samt Wurzelteller ab und stürzte auf einen abgestellten VW Passat. Zudem blockierte er den angrenzenden Radweg vom Ortsausgang der Zweiburgenstadt in Richtung Stausee Hohenfelden.

Die Freiwillige Feuerwehr Kranichfeld musste den Baum zerlegen. Der Fahrzeughalter muss angesichts des eingedrückten Daches von wirtschaftlichem Totalschaden ausgehen.

In Weimar hatte die Berufsfeuerwehr gleich am Morgen den Maibaum auf dem Markt gesichert. Der Marktmeister war angesichts früherer Schäden besorgt. Weil ein Abbau so schnell nicht möglich war, sicherte die Feuerwehr die Birke mit drei Leinen und Erdnägeln.

An der Ortsverbindung zwischen Hottelstedt und Buchenwald fiel am Vormittag ein Baum auf die Straße. Wer ihn beräumt hat, konnte die Rettungsleitstelle Apolda allerdings nicht sagen.

Schnell beseitigt wurde ein Ast auf der „Blutstraße“ von der Berufsfeuerwehr. Sie musste auch wegen eines losen Astes ausrücken, der in der Rilkestraße über parkenden Autos hing. Ohne großen Aufwand konnte sie auch die Gefahr beseitigen, die von einem Ast auf der Leitplanke der Berkaer Straße ausging.

Die Feuerwehr Blankenhain hatte schon die Hoffnung, dass der Sturmkelch an ihr vorüber geht. Zwar war in der Stadt ein alter Baum umgefallen. Die Feuerwehr musste allerdings nicht ausrücken. Als die Sturmböen bereits wieder nachließen, wurden die Einsatzkräfte zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen.

Am Abzweig Keßlar der Landesstraße 1060 war ein Subaru war auf die Landstraße in Richtung Blankenhain gefahren und nahm einem Ford auf der Hauptstraße die Vorfahrt. Beide Fahrer wurden verletzt ins Klinikum Bad Berka gebracht. Die Kameraden aus Blankenhain und Keßlar sicherten die Unfallstelle und stellten den Brandschutz her.