Frühjahrs-Gartenfeuer in Jena wieder erlaubt

Bitte mal die Nase zuhalten! Die Stadtverwaltung hat die Verbrennung von Baum- und Strauchschnitt neu geregelt. In elf Ortsteilen und nur da ist die Verbrennung von Pflanzenabfällen vom 12. März bis 2. April erlaubt. Letztes Jahre waren die Gartenfeuer aus Umweltschutzgründen überall verboten worden; Feinstaub!

Die Stadtverwaltung hat die Verbrennung von Baum- und Strauchschnitt neu geregelt. In elf Ortsteilen – und nur da – ist die Verbrennung von Pflanzenabfällen vom 12. März bis 2. April erlaubt. Foto: Matthias Benkenstein

Die Stadtverwaltung hat die Verbrennung von Baum- und Strauchschnitt neu geregelt. In elf Ortsteilen – und nur da – ist die Verbrennung von Pflanzenabfällen vom 12. März bis 2. April erlaubt. Foto: Matthias Benkenstein

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Jena. Die Kritik an dem Komplettverbot war in Jenas ländlichen Stadtteilen enorm. „Es gab daraufhin Gespräche mit dem Oberbürgermeister, um hier eine bessere Lösung zu finden“, sagt Isabel Günther vom Fachdienst Umwelt der Stadtverwaltung. Diese besteht nun in einem Verbrennungstermin, wie er auch im SHK gilt.

Die Bekanntmachung im Jenaer Amtsblatt führte bereits zu Nachfragen bei der Zeitung: Entwickeln sich kleingartennahe Wohngebiete wieder zur Räucherstube? Ein in der Allgemeinverfügung enthaltener Satz ließ Anwohner unterm Jenzig oder am Hausberg aufhorchen: „Weitere Flächen werden gegebenenfalls noch ausgewiesen.“

Isabel Günther stellt klar: Die Verbrennung ist tatsächlich nur in Münchenroda, Remderoda, Cospeda, Isserstedt, Lützeroda, Vierzehnheiligen, Krippendorf, Closewitz, Ilmnitz, Maua und Leutra erlaubt. Weiter unten im Saaletal sind Gartenfeuer verboten.

Gartenbesitzer haben in den letzten Jahren ein Wechselbad der Regelungen erlebt. Auch Landesgesetzen haben sich in der Zwischenzeit geändert. Vor dem Komplettverbot gab es eine Variante, in der erlaubte Verbrennungsgebiete straßengenau definiert waren. Viele Eigentümer liefen daraufhin ins Amt, um nachzuschauen, ob ihr Garten „drin“ ist. Eine Zeit lang musste jedes Feuerchen dem Amt gemeldet werden.

Heute gilt: Wer in den genannten Ortsteilen wohnt, muss seine Feuerabsichten nicht bei der Stadtverwaltung anzeigen. Er hat sich beim Verbrennen nur an die 12 Regeln zu halten, also an Mindestabstände (15 Meter zur nächsten Gebäudeöffnung, 50 Meter zu öffentlichen Straßen) oder darf nur trockenes, unbelastetes Material verbrennen.

Grünschnitt kann auch zu den Wertstoffhöfen des Kommunalservices gebracht werden. Die Annahme „in haushaltsüblichen Mengen“ ist kostenlos. Dies gilt nicht für Eigenkompostierer, die in Jena eine ermäßigte Abfall-Grundgebühr zahlen.

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