Molekularbiologie: Stoffwechsel können mehr

Jenaer Forscher optimieren den Substanz-Gewinn.

Objekt der Neugier:An Modellpflanzen wie der Ackerschmalwand werden MEP-Prozesse untersucht.Foto: FSU/Jan-Peter Kasper

Objekt der Neugier:An Modellpflanzen wie der Ackerschmalwand werden MEP-Prozesse untersucht.Foto: FSU/Jan-Peter Kasper

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Jena. Ob im Pflanzenschutz oder zu industriellen Zwecken - die Wirkstoffe, die die Mikroben und Chloroplasten der Pflanzen bilden, sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Wirtschafts- und Umweltkreislaufs. Und lassen unter anderem in Zukunft auf neue Pharmazeutika gegen Krebs und Malaria hoffen. Bevor es jedoch soweit ist, entwickeln Wissenschaftler der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft in Jena effiziente Biosyntheseverfahren zur Gewinnung der wertvollen Wirkstoffe.

In den nächsten drei Jahren werden sich die Forscher der Optimierung des so genannten MEP-Stoffwechselweges widmen. Der Stoffwechselprozess, der auf dem Methylerythritol-4-Phosphat-Weg (MEP) beruht, bildet biologische Substanzen wie Chlorophylle, Carotinoide, Terpene und Sterole aus - aber auch Giftstoffe, die Pflanzen gegen Schädlinge einsetzen.

Stefan Jennewein vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie sowie Louwrance Wright und Jonathan Gershenzon vom Max-Planck-Institut haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, die für den Stoffwechselprozess nötigen Bakterien so zu optimieren, dass die Herstellung der nützlichen Substanzen erheblich erleichtert wird. Dabei werden unter anderem transgene Pflanzen und Bakterien eingesetzt, in denen einzelne Enzyme zum Vergleich mit unbehandelten Organismen ausgeschaltet oder überexprimiert wurden. Viele der heute gebräuchlichen Substanzen können bisher nur schwer - durch umweltschädigende, chemische Prozesse ohne Nachhaltigkeit - synthetisiert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.