Erfurter Karnevalsumzug mit Misstönen

Erfurt  75 Wagen und 2500 Aktive mussten sich mit einer merklich gekürzten Route begnügen. GEC-Spitze kritisiert die Stadt

Kurze Demo gegen den verkürzten Umzug.

Kurze Demo gegen den verkürzten Umzug.

Foto: Marco Schmidt

Spitzzüngig und mit vielen Lachern eroberte Prinz Kai am Samstag 11.11 Uhr das Rathaus. Er gab sich nicht nur einem verbalen Schlagabtausch mit OB Andreas Bausewein hin, sondern brachte diesen auch dazu, von einer Bäckerei gespendete Laugenbrötchen an die Narren zu verteilen. Schlussendlich leierte er Erfurts Oberhaupt noch 500 Euro aus dem Kreuz für die Jugendarbeit in den GEC-Vereinen. „Das Geld kann er gleich in bar am Dienstag zur Abdekoration in den Kaisersaal mitbringen“, so Prinz Kai bei der Party im DasDie Brettl.

Das Thema Finanzen lief auch beim großen Karnevalsumzug mit. Nicht auf den Festwagen, die zu großen Teilen wieder keine Mut hatten, die Kommunalpolitik aufs Korn zu nehmen, obwohl die reichlich Themen liefert. Bisschen Diesel, bisschen Merkel, bisschen Moschee – aus. Schade. Das Geld, sprich die Kosten für den Umzug hatte in diesem Jahr dazu geführt, dass die Route merklich eingekürzt, das Festzelt auf dem Domplatz entfiel. Sehr zum Unmut von GEC-Präsident Thomas Kemmerich und der Karnevalsvereine, die die Stadt dafür verantwortlich machen. 13.05 Uhr erfolgte auf dem Ring der Start, 13.30 Uhr kam der bunte Wurm auf dem Anger an, 13.40 Uhr auf dem Fischmarkt. Die Zugspitze trudelte bereits um 13.55 Uhr auf dem Domplatz ein. 80 Minuten nach dem ersten Wagen ging der letzte auf die Halb-Runde.

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