Thüringen attraktiv für ausländische Studenten: Spitzenwert für TU Ilmenau

Jena/Ilmenau/Weimar  Ausländische Studenten zieht es immer öfter nach Thüringen. Von 2010 bis 2015 ist deren Anzahl um 62,8 Prozent gestiegen.

Studenten in einer Vorlesung über Elektrotechnik an der TU Ilmenau. Foto: ari

Studenten in einer Vorlesung über Elektrotechnik an der TU Ilmenau. Foto: ari

Foto: zgt

Ausländische Studenten zieht es immer öfter nach Thüringen. Von 2010 bis 2015 ist deren Anzahl um 62,8 Prozent gestiegen. Thüringen belegt damit den Spitzenplatz im Ländervergleich. Der durchschnittliche Wert liegt bei 30,1 Prozent Steigerung. Die Anzahl der ausländischen Studenten stieg im Freistaat von 3240 (6,2 Prozent) auf 5274 (10,4 Prozent). Das geht aus der Studie „Wissenschaft weltoffen“ des Deutschen Akademischen Austauschdiensts hervor. Die Autoren sprechen von sogenannten Bildungsausländern: Sie besitzen sowohl eine ausländische Staatsangehörigkeit als auch eine ausländische Hochschulzugangsberechtigung. In Thüringen stellt Asien mit mehr als 50 Prozent den größten Anteil an ausländischen Studenten. Die meisten kommen aus China, Indien und Russland.

„Im letzten Wintersemester haben wir mit 351 ausländischen Studierenden, das heißt 28,3 Prozent aller Studienanfänger, einen Allzeitrekord erzielt“, sagt ein Sprecher der Technischen Universität Ilmenau. Dass die TU für Studenten aus aller Welt so attraktiv ist, führt sie nicht nur auf das Studienangebot zurück. „Bei unserer Internationalisierungsstrategie spielen Doppelabschlüsse mit Partneruniversitäten eine besondere Rolle.“ Doppelmasterabsolventen hätten am Arbeitsmarkt belegbar bessere Karrierechancen.

Professor Eva Schmitt-Rodermund, Vizekanzlerin der Uni Jena, sagt, die hohen Steigerungsquoten in Thüringen hätten auch mit dem niedrigen Ausgangsniveau zu tun. Davon abgesehen, achte die Universität darauf, es den Studenten so angenehm wie möglich zu machen, etwa durch gute Betreuung oder genügend Wohnheimplätze. Die Uni steigert ihren Bekanntheitsgrad im Ausland auch durch Initiativen vor Ort.

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