Nischwitz. Illegal die Kettensäge in Nischwitz im Altenburger Land angesetzt: Behörde ermittelt nun und prüft Bußgeld. Ersatzpflanzung ist Pflicht.

  • Gefällter Walnussbaum war ortsbildprägend für Nischwitz.
  • Kreisbehörde hat Ermittlungen aufgenommen.
  • Das droht dem Verursacher.

Baumfrevel in Nischwitz: ein alter Walnussbaum am Ortsausgang Nischwitz in Richtung Blankenhain ist jetzt gefällt worden. Entdeckt wurde das von Torsten Pröhl aus Kummer, der diesen Umstand sogleich dieser Zeitung mitteilte. Und auch die zuständige Behörte wurde alarmiert. Der Fachdienst für Natur- und Umweltschutz reagierte sofort und schaute sich das Geschehene vor Ort an.

Geländeprotokoll von 1999 bestätigt Bedeutung des Baumes

Beim Ortstermin am 30. Januar bestätigte sich der Verdacht: Der alte Walnussbaum ist Opfer der Kettensäge geworden, eine Genehmigung dafür lag seitens der Naturschutzbehörde nicht vor. Wie alt der Baum tatsächlich war, kann nicht festgestellt werden. Allerdings gehört er zu den ortsbildprägenden Bäumen in Nischwitz. Untermauert wird dies laut Landratsamt mit der Eintragung im Geländeprotokoll der Dorfbiotopkartierung vom Mai 1999. In jenem Jahr wurde dieser Walnussbaum mit einem Stammdurchmesser von damals von 50 Zentimetern als ortsbildprägender Einzelbaum aufgenommen.

Aktuelle Nachrichten aus dem Altenburger Land

Die Kreisbehörde stellt klar: „Es liegt ein erheblicher Eingriff in Natur und Landschaft vor. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist der Verursacher verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen“, so Sprecher Jörg Reuter auf Nachfrage dieser Zeitung. Jetzt wird der Eigentümer des Grundstückes, auf dem der Baum stand, ermittelt und zur Anhörung geladen, möglich außerdem, dass das Landratsamt die Zahlung eines Bußgeldes verhängt. Verpflichtend ist laut Behörde indes, dass für Nachpflanzung vor Ort gesorgt werden müsse.

Mehr zum Thema