Geithain/ Altenburger Land. Busschule im Altenburger Land: Kinder lernen den toten Winkel und die Verkehrssicherheit kennen. Was man immer im Bus beachten sollte.

„Unser Ziel ist es, den Vorschülerinnen und Vorschülern das Verhalten im Bus und an der Bushaltestelle anschaulich zu erklären, um ihnen ein sicheres Gefühl auf dem Schulweg zu geben und Unfälle zu vermeiden“, betonte am Montag, dem 15. April,Thomas Hermsdorf, beim Verkehrsunternehmen THÜSAC verantwortlich für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

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Er ist zudem für die Busschule im Unternehmen zuständig, mit der er gemeinsam mit Kollegin Sandra Steinert, der Mobilitätsberaterin Laura Klein vom MDV (Mitteldeutsche Verkehrsverbund GmbH) und dem Projektkoordinator Tilo Neumuth von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. im Geithainer Busbahnhof und im Geithainer Thüsac-Betriebsteil Vorschulkinder aus Geithainer, Niedergräfenhainer und Greifenhainer Kindergärten in punkto Verkehrsverhalten unterwies.

Wie verhalte ich mich als Schulkind, wenn ein Bus kommt?

„Wie verhaltet ihr euch an der Bushaltestelle, wenn ein Bus kommt?“ lautete eine erste Frage von Busschulmann Hermsdorf mit Blick auf die sehr interessiert mitwirkenden Kinder, die alle bekundeten, dass sie schon mal in einem Bus mitgefahren sind. „Nicht rennen, schubsen oder drängeln“, tönte sofort Klein-Marlon los. Und Kim warf richtig ein: „Aus dem Bus gestiegen wird immer hinten.“ Zwischenzeitlich lobte die Greifenhainer Kindergärtnerin Susann Goluch diese Busschule: „Eine sehr gute Aktion der THÜSAC, bei der unsere Kinder vor allem auf Gefahrensituationen im Schulbusverkehr bestens hingewiesen werden.“ Direkt am THÜSAC-Bus von Fahrer Karsten Herrmann und mittels Lehrtafeln vermittelte man den Mädchen und Jungen reichlich viel Wissen über das Verhalten rund um den Schulbusverkehr.

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Hingewiesen wurde auch auf Rücksichtnahme, wenn Kinderwagen oder behinderte Mitbürger mit im Bus unterwegs sind. Schließlich lud Busfahrer Herrmann die Kinderschar zur Mitfahrt hin zum Geithainer THÜSAC-Betriebsteil ein, wo dann insbesondere auch das schwerwiegende Problem des toten Winkels im Fokus stand. Denn Fußgänger oder Radfahrer werden oft schwer oder tödlich verletzt, weil sie im toten Winkel vom Kraftfahrer übersehen werden. „Im toten Winkel liegen gewisse Außenbereiche, die der Fahrer trotz der Spiegel nicht einsehen kann. Deshalb darf man sich nicht unmittelbar vor, hinter und seitlich von einem Bus aufhalten“, erläuterte Busschulmann Hermsdorf weiter.

Darum ist der tote Winkel für Schulkinder im Altenburger Land so gefährlich

Die Kinder konnten sich frei weg hinter dem Buslenkrad positionieren, um sich selbst davon zu überzeugen, wie gefährlich unsichtbar ihre Kita-Freunde und -Freundinnen werden, wenn sie sich im toten Winkel befinden. Die Kinder lernten auch die Bedeutung der Piktogramme, also die Zeichen und Symbole im Bus und an der Haltestelle kennen. Anhand mit Sand gefüllter Dummy-Puppen lernten die Kinder die Kräfte kennen, die in einem Bus bei 50 km/h nach einer Vollbremsung wirken.

Alle staunten aus sicherer Entfernung, wie die Puppen und viele Kunsstoffbälle im Bus umher geschleudert wurden. „Besser konnten wir den Kindern nicht vermitteln, wie wichtig es ist, sich im Bus richtig hinzusetzen und festzuhalten“, so noch Thomas Hermsdorf, der sich auch immer wieder über das Interesse der Kinder an derlei Aktionen rund um die Schulbus-Verkehrssicherheit freut.