Treben/ Altenburger Land. Das Team der Gärtnerei Staacke aus dem Altenburger Land gibt Tipps für die Gartenbepflanzung. Worauf man besonders achten sollte.

Die Gärtnerei Staacke aus Treben ist am Samstag, neben vielen anderen Händlern, auf dem Altenburger Bauernmarkt dabei. „Wir beginnen jetzt schon, alles zusammen zu packen. Das wird dann nach Altenburg gefahren und am Sonntag hoffentlich weniger wieder zurück nach Treben“, sagt Senior-Chef Holger Staacke dieser Zeitung. „Wir sind seit gut zehn Jahren schon auf dem Bauernmarkt dabei. Es gibt ja immer einen im Frühjahr und einen im Herbst. Und dabei gibt es und gab es immer gute Jahre und auch schlechte Jahre. Damit meine ich in Bezug auf den Verkauf. Dass viele Leute kommen, ist immer wetterabhängig und so rosig sieht die Prognose für das Wochenende momentan ja nicht aus.“

Pflanzen im Altenburger Land sind immer früher dran

Zudem sei die Gärtnerei auch immer mittwochs auf dem Markt vertreten. „Letzte Woche waren die Menschen schon richtig wuschig und wollten bei uns alles Mögliche an Gemüse kaufen. Manche Gemüsepflanzen waren komplett ausverkauft. Tomaten, Zucchini, Paprika, alles, was es sonst eigentlich erst später gibt.“ Das sei dem Klimawandel geschuldet. So erklärt Sohn Christoph Staacke gegenüber dieser Zeitung, dass beispielsweise Paprika früher unter einer Folie gewachsen sind, heute ist alles im Freiland möglich. „Und früher gab es auch die Regel: Keine Tomaten vor dem 15. Mai. Das ist schon lange nicht mehr so.“

Die Gärtnerei Staacke in Treben zieht ihre Pflanzen zu 90 Prozent selbst auf.
Die Gärtnerei Staacke in Treben zieht ihre Pflanzen zu 90 Prozent selbst auf. © Kathleen Niendorf | Kathleen Niendorf

Dennoch musste derzeit, aufgrund sehr niedriger Temperaturen, gerade nachts, zu geheizt werden in den Gewächshäusern der Gärtnerei. „Zur Zeit gibt es außerdem eine gewisse Lücke zwischen der Frühjahrsbepflanzung und der Bepflanzung von Beet und Balkon. Aber bald gehts wieder richtig los mit dem Verkauf“, so der Junior-Chef.

Pflanzen werden im Altenburger Land abgehärtet

In der Gärtnerei Staacke wird Wert darauf gelegt, die Pflanzen abzuhärten, damit herausfordernde Wetterbedingungen besser vertragen werden. So wachsen die Pflanzen erst an und werden dann kühl gelagert. Entweder draußen oder in einem Gewächshaus bei etwa nur acht bis zehn Grad Celsius. Die immer extremeren Wetterbedingungen, wie unter anderem starke Trockenheit, sorgen demnach auch dafür, dass Jungpflanzenlieferanten extra Pflanzen heranzüchten, die beispielsweise Trockenheit besser aushalten, sagt Holger Staacke. „Wir bauen bei uns aber eigentlich 90 Prozent selbst an. Lediglich zehn Prozent lassen wir zuliefern.“

Gerade in Bezug auf die immer mehr auftretende Trockenheit, gerade in wärmeren Monaten, empfiehlt der Gärtner, sich gut zu überlegen, welche Pflanzen man sich zulegt und ob man zum Beispiel auch genügend Zeit zum Gießen hat. Sonst direkt Pflanzen mit weniger Ansprüchen kaufen. „Eine Belagonie kommt gut mit Trockenheit zurecht, als Beispiel. Man muss sich gut informieren oder lässt sich bei uns beraten. Trockenheit führt eben auch zu Schädlingsbefall. Und eine Gurkenpflanze zum Beispiel verträgt Trockenheit überhaupt nicht.“

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Insektenfreundlichkeit wird groß geschrieben im Altenburger Land

Wert legt Christoph Staacke darauf, insektenfreundliche Bepflanzungen zu bevorzugen: „Keine Thuja bitte, das sind einfach sinnlose Pflanzen in meinen Augen. Empfehlen würde ich immer bienenfreundliche Pflanzen, auch eine bienenfreundliche Blühwiese und dass man nicht zu früh mäht.“

Für den Bauernmarkt am Wochenende hofft das Team aus Treben auf gutes Wetter. Wenn hier vor Ort in Altenburg dann Pflanzen von potenziellen Kunden und Kundinnen gesehen werden, kommen diese wohl auch oft in die Gärtnerei und kaufen hier ein. Viele nutzen demnach auch das Angebot des „Monats der offenen Gärtnerei“ im Mai. Ab dem 2. Mai können im Direktverkauf die Pflanzen in der Gärtnerei in Treben erworben werden und die Mitarbeitenden bei ihrer Arbeit beobachtet werden. Die Besucher und Besucherinnen können somit den ganzen Mai hindurch die Gewächshäuser einmal von innen erkunden und sich die schönsten Pflanzen aussuchen und mit nach Hause nehmen.

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Der Familienbetrieb aus Treben in der fünften Generation besteht schon seit 1899. „Da hat sich natürlich einiges verändert. Mein Großvater ist noch mit der Gießkanne durchgegangen, mittlerweile drückt man einen Knopf und alles wird bewässert“, blickt Holger Staacke zurück.