Altenburger Land. Steffen Jahn aus dem Altenburger Land: Womit sich der Ponitzer an die Weltspitze katapultierte.

  • Dieses Team stürmt an die Weltspitze.
  • Wie die Konkurrenz überholt wurde.
  • Und das ist das Erfolgsgeheimnis.

„Wir waren einfach ein mega-mega-tolles Team“, schwärmt Steffen Jahn aus Ponitz immer noch ganz begeistert. Vom 28. März bis 1. April hat er im englischen Nottingham an den MastersWeltmeisterschaften teilgenommen, bei denen Spieler in den Altersklassen von Ü35, Ü40, Ü45 bis Ü60 gegeneinander antraten.

Der Newsletter für das Altenburger Land

Alle wichtigen Informationen aus dem Altenburger Land, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Spieler aus ganz Deutschland bildeten ein erfolgreiches Team, Steffen Jahn selbst spielt in Meerane Hockey, ist dort genau genommen Trainer und war erst im Dezember 60 Jahre alt geworden. Als man ihn fragte, ob er in der Ü60 German Masters mitspielen will, musste er nicht lange überlegen.

Wie eine Weltmeistermannschaft zusammenwächst

Die Mannschaft setzte sich aus Spielern aus ganz Deutschland zusammen. „Es waren Spieler dabei aus Düsseldorf, Nürnberg, Berlin, Dresden, Stuttgart“, zählt Steffen Jahn auf. Aber wie funktioniert das, wenn sich die Spieler gar nicht kennen? Wie wird man dann zu einem Team? „Ganz einfach, es gab im Vorfeld mehrere Lehrgänge und zwei Turniere, in denen wir uns kennen und schätzen gelernt haben“, erklärt Steffen Jahn und zählt auf: Im Januar war man ein Wochenende in Schwerin auf einem Lehrgang, im Februar in Köln und später in Lüneburg. Und im März traf man sich auf einen letzten Lehrgang in Frankfurt am Main.

Beeindruckend auf ganzer Linie

Insgesamt reisten 12 Spieler nach Nottingham – das ist die Mannschaftsstärke bei einem Hallenturnier auf Parkett. Ersatzspieler gab es nicht. „Aber im Hockey kann man dafür die Positionen fast nach Belieben wechseln“, erklärt Steffen Jahn. Die Weltmeisterschaft wurde auf dem Universitätscampus ausgetragen, vor einer atemberaubenden Kulisse. „Stellen Sie sich eine Halle vor – etwa viermal so groß wie die Thüringenhalle mit vier Spielfeldern in der Mitte“, versucht Steffen Jahn die Dimensionen zu veranschaulichen. Eine andere Zahl ist noch beeindruckender: „Es nahmen 80 Mannschaften aus der ganzen Welt an dieser Weltmeisterschaft teil – vom südamerikanischen Guyana über Australien und den USA bis zu vielen europäischen Staaten“, erzählt Steffen Jahn im Gespräch mit unserer Zeitung.

Keine leichten Gegner - und trotzdem erfolgreich

Seine Mannschaft hatte keine leichten Gegner, einige Spieler hatten früher in Nationalmannschaften gespielt – und war trotzdem sehr erfolgreich. In der Vorrunde besiegten die Ü60-Spieler ihre Altersgenossen aus Italien mit 3:2, die Engländer mit 2:1 und die Schotten gar mit 8:1. Im Halbfinale spielte man gegen Wales – und gewann erneut. Dann war man im Finale. „Wir waren so ein willensstarkes Team und haben so toll zusammengearbeitet, wir haben uns wirklich von Spiel zu Spiel gesteigert“, schwärmt Steffen Jahn, der für die Deutschen im Tor stand.

Das sind Erlebnisse, an die ich mich bis ans Lebensende erinnern werde.
Steffen Jahn aus Ponitz

Doch im Finale ging es gegen die Niederlande. „Ein Klassiker“, sagt er. „Das ist im Hockey fast wie im Fußball.“ Um so stolzer ist er auf den 5:3-Sieg seiner Mannschaft, der den deutschen Hockey-Spielern den Weltmeistertitel bescherte. Und bestand der ganze Aufenthalt in England nur aus Training und Spiel oder hatte man noch Zeit, sich etwas die Stadt anzusehen? „Ich habe schon ein bisschen Freizeit eingeplant, bin einen Tag früher hingefahren und einen Tag später wieder zurückgefahren, um mich noch etwas umschauen zu können“, erzählt Steffen Jahn.

Aktuelle Nachrichten aus dem Altenburger Land

„Und natürlich wollten alle Spieler in Nottingham sehen, wo Robin Hood mal gewesen ein soll.“ Ansonsten fällt das Urteil des Ponitzers über Nottingham eher differenziert aus: „Es ist eine typische mittelenglische Stadt. Aber diese Art, neben schöne alte Bauten hochmoderne Architektur zu stellen, ist nicht jedermanns Sache“, sagt er mit einem Lächeln. Doch in einem ist sich Steffen Jahn über seinen Aufenthalt in Nottingham ganz sicher: „Das sind Erlebnisse, an die ich mich bis ans Lebensende erinnern werde.“